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27.08.2012

13:56 Uhr

Sinai-Angriff

Drohnenattacke belastet Verhältnis mit Israel

Ein mutmaßlicher islamischer Extremist ist bei der Drohnenattacke auf dem Sinai ums Leben gekommen. Der Angriff sorgt für neue Konflikte zwischen Israel und Ägypten. Nun verhandelt Kairo mit den Scheichs der Salafisten.

Spuren des Angriffs auf der Sinai-Halbinsel: Ein Mann starb. AFP

Spuren des Angriffs auf der Sinai-Halbinsel: Ein Mann starb.

Al-Arisch, KairoDie Tötung eines mutmaßlichen Dschihadisten auf der Sinai-Halbinsel belastet das aktuell ohnehin sehr frostige Verhältnis zwischen Israel und Ägypten. Aus Sicherheitskreisen in Kairo hieß es zwar am Montag, Ibrahim Aweida sei am Sonntag durch einen Sprengsatz ums Leben gekommen. Mehrere Augenzeugen berichteten jedoch, der junge Mann sei etwa 15 Kilometer von der Grenze entfernt von einer israelischen Kampfdrohne getötet worden.

Eine erste Rakete habe den Mann verfehlt, als er sein Haus verlassen habe. Als er dann versucht habe, mit einem Motorrad zu flüchten, sei er von einer zweiten Rakete getroffen worden, berichtete ein Augenzeuge. Eine israelische Militärsprecherin sagte auf Anfrage: „Derartige Medienberichte kommentieren wir nicht.“

Aus gut informierten Kreisen in der Sinai-Stadt Al-Arisch hieß es, seit Samstag seien zwei Delegationen aus Kairo in der Provinz Nord-Sinai eingetroffen. Sie verhandelten mit Beduinen und lokalen Vertretern der Salafisten-Bewegung in Rafah und Scheich Suwaid über ein Ende der Gewalt auf der Sinai-Halbinsel. Die unabhängige ägyptische Tageszeitung Al-Masry al-Youm berichtete, Präsident Mohammed Mursi habe sie geschickt.

Kurz nach ihrem Eintreffen sei die Offensive der Sicherheitskräfte gegen militante Islamisten in dem Gebiet unterbrochen worden, berichteten Augenzeugen. Sie hatte begonnen, nachdem Extremisten am 5. August an der Grenze 16 ägyptische Soldaten getötet hatten.

Ibrahim Aweida war nach inoffiziellen Angaben aus Polizeikreisen wegen mutmaßlicher Beteiligung an der Anschlagserie im israelischen Eilat vor einem Jahr vorübergehend festgenommen und verhört worden. Schwer bewaffnete Terroristen hatten damals mehrere Busse beschossen, wobei sieben Israelis starben und rund 30 verletzt wurden.

Ägyptens neuer Präsident Mursi geht im Gegensatz zu seinem 2011 entmachteten Vorgänger Husni Mubarak auf Distanz zu Israel. Gleichzeitig arbeitet er an einer Annäherung zwischen Ägypten und dem Iran. Mursi war von der Muslimbruderschaft als Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Diese unterhält enge Beziehungen zur radikalen Palästinenserbewegung Hamas im Gazastreifen.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

27.08.2012, 14:30 Uhr

Es war natürlich zu erwarten das Ägypten das Problem nicht in den griff bekommt bzw. es nur halbherzig angeht . Mursi ist von den Muslimbrüdern als Präsidentschaftskandidat nominiert , er wird natürlich im sinne der Muslimbrüder seine Entscheidungen treffen , die Muslimbrüder aber sind nichts anderes als die Radikal-Islamistische Hamas .
Die Ziele der Hamas sind uns allen bekannt . Israel tut also gut daran , seine Sicherheit nicht in die Hände Mursi s zu legen , sondern selber aktiv zu werden .
Wir haben vollstes Verständnis für das vorgehen Israels !!!

Account gelöscht!

27.08.2012, 14:34 Uhr

Neusprech: "Ein mutmaßlicher islamischer Extremist ist bei der Drohnenattacke auf dem Sinai ums Leben gekommen"

Deutsch: "Ein wehrloser, unschuldiger Mensch wurde von Israels Militär ermordert. Vorsorglich."

Account gelöscht!

27.08.2012, 14:35 Uhr

Wer ist den "Wir" ? Die Zionisten dieser Welt?

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