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14.10.2012

15:36 Uhr

Singapur

Die nächste Steueroase trocknet aus

Es wird immer schwieriger für deutsche Steuerflüchtlinge. Nach der Schweiz wird künftig auch Singapur enger mit dem deutschen Fiskus zusammenarbeiten. Man sei sich einig über ein entsprechendes Abkommen, hieß es.

Skyline von Singapur. dpa

Skyline von Singapur.

SingapurFür deutsche Steuerbetrüger wird es künftig schwieriger, Schwarzgeld nach Singapur zu transferieren. Deutschland und der südostasiatische Finanzplatz vereinbarten, im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerhinterziehung den Informationsaustausch über Geldtransfers zu verbessern. „Wir sind grundsätzlich einig über eine Ergänzung des Steuerabkommens“, sagte Schäuble am Sonntag in Singapur vor Wirtschaftsvertretern. Beide Seiten haben sich nach Angaben des Finanzministeriums darauf geeinigt, die international vereinbarten OECD-Standards für den Informationsaustausch in das Abkommen aufzunehmen.
Hintergrund ist auch das angestrebte Steuerabkommen Deutschlands mit der Schweiz, das wegen des Widerstands von SPD- und Grün-geführten Ländern zu scheitern droht. Es soll eigentlich Anfang 2013 starten. Schäuble hofft hier weiter auf Zustimmung.

Steuerhinterziehung quer durch die Gesellschaft

Nebeneinkünfte verheimlichen

Insbesondere Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV können in die Versuchung geraten, Steuern und Abgaben zu sparen, indem sie Nebeneinkünfte nicht erklären.

Werbungskosten überhöhen

Eine typische Art des Steuernsparens bei Angestellten ist das Aufblasen der Werbungskosten, denn dies drückt die Steuerlast.

Schwarzarbeit

Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber versuchen immer wieder Steuern zu sparen, indem sie ihre Tätigkeit nicht offiziell anmelden.

Konten im Ausland

Wer hohe Einnahmen hat, muss nach deutschem Steuerrecht auch viel abgeben. Gerne wird deshalb versucht, am deutschen Fiskus vorbei Geld auf Konten ins Ausland zu schaffen.

Wahl des Produktionsstandorts

Die Produktion an einen Standort zu verlegen, wo die steuerlichen Rahmenbedingungen günstig sind, ist legitim. Illegal wird es dann, wenn dort nur eine Briefkastenfirma eingerichtet wird.

Angeblich sollen Schweizer Banken deutschen Steuerbetrügern helfen, Vermögen noch vor Inkrafttreten des geplanten Steuerabkommens Anfang 2013 nach Fernost zu verschieben. Unter anderem die in Singapur vertretene Schweizer Großbank UBS wies diese Vorwürfe stets zurück. Auch die Bundesregierung hat nach eigener Aussage keinerlei Hinweise auf Schwarzgeld-Transfers deutscher Bankkunden aus der Schweiz ins Ausland, um das geplante Steuerabkommen zu unterlaufen.
„Fakten, die belegen, dass der Abschluss des deutsch-schweizerischen Steuerabkommens zu einem vermehrten Vermögenstransfer von der Schweiz nach Singapur oder anderen Destinationen geführt hat, liegen der Bundesregierung nicht vor“, erklärte das Finanzministerium Ende September auf eine Anfrage.

Kommentare (6)

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Der-Mellionen-F_ck

14.10.2012, 15:46 Uhr

mal unter Photshippern und RADlARn

Ist das WIRKLICH ein KATAMARAN mit WASSER zwischen den beiden Kielen? Oder ist das eher so eine Art Spitze des Eisbergs wo der größte Teil unter Wasser verborgen belibt.

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:US_Navy_Sea_Shadow_stealth_craft.jpg&filetimestamp=20120403145815

Account gelöscht!

14.10.2012, 15:58 Uhr

Steueroase ? Geld gehört immer zuerst dem Staat. erst wenn der Staat gut genährt ist gehört es den Bürgern.

Erinnern Sie sich noch, was Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am 18. November 2011 vor den versammelten Bankern des Europäischen Bankenkongresses verkündete? Deutschland sei, so seine Aussage, »seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen«. Und: In »Europa« sei die Souveränität ohnehin »längst ad absurdum« geführt.

Lesenswert dazu Prof. Schachtschneider

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/thomas-mehner/die-souveraenitaet-deutschlands-der-staatsrechtler-prof-dr-karl-albrecht-schachtschneider-bezieh.html

Charly

14.10.2012, 16:22 Uhr

Das Steuerabkommen mit der Schweiz ist noch gar nicht in Kraft, beginnt aber jetzt schon die Schweiz in den Abgrund zu führen.

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