Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.06.2011

18:12 Uhr

Slowenien

Juncker fordert "brutale" Einsparung

Nach dem Scheitern der Rentenreform hat Jean-Claude Juncker von Slowenien "brutale Maßnahmen" zur finanziellen Konsolidierung gefordert. Sloweniens Regierungschef Pahor zeigte sich trotz der Niederlage optimistisch.

Jean-Claude Juncker richtete deutliche Worte an die slowenische Regierung. Quelle: Reuters

Jean-Claude Juncker richtete deutliche Worte an die slowenische Regierung.

LjubljanaDer Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, hat nach Medienberichten von Slowenien „sofortige und brutale Maßnahmen“ verlangt, um seine öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen. Juncker habe vor slowenischen Journalisten in Brüssel bedauert, dass die Rentenreform der Regierung mit deutlichen Einsparungen gescheitert sei, und jetzt andere Sparmaßnahmen gefordert, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Freitag in Ljubljana.

Regierungschef Borut Pahor ist zuversichtlich, auch ohne Mehrheit im Parlament einen Nachtragshaushalt durchbringen zu können. Er glaube, die Abgeordneten in der Volksvertretung durch Argumente zur Zustimmung bewegen zu können, sagte Pahor nach Angaben slowenischer Medien am Freitag. Möglicherweise werde er diesen Haushalt mit einer Vertrauensfrage verbinden. Nach Darstellung der Regierung muss das kleine EU-Land jährlich 220 Millionen Euro einsparen.

Zuvor war die Rentenreform der Regierung bei einer Volksabstimmung mit überdeutlicher Mehrheit abgelehnt worden. Damit sollten die Ausgaben der Sozialsysteme eingedämmt werden. Als Folge hatten zwei Koalitionspartner die Regierung des Sozialdemokraten Pahor verlassen. Die meisten Medien des Landes hatten sich für schnelle Neuwahlen ausgesprochen.

Von

dpa

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Baier

24.06.2011, 18:46 Uhr

Junckers "brutale" Einsparungen kennen wir mittlerweile von Griechenland, wo es reichlich Mittel gibt ohne dass die geforderten Einsparungen realisiert werden. Nimmt den Mann überhaupt noch jemand ernst?

Account gelöscht!

24.06.2011, 19:04 Uhr

Man kann den Slowenen nur raten, schnellstens aus der EURO-Zone wieder auszusteigen, mehr nicht, dann müssen sie auch dem europäischen "Universalgenie" Juncker nicht mehr zuhören!

Mollemopp

24.06.2011, 22:17 Uhr

Ihr Völker der Welt. Wieso lasst ihr euch das Spardiktat aufdrücken, nur um den zweifelhaften Euro zu besitzen? Der Euro dient nur dazu, die Reichen reicher zu machen. Der Euro ist ein Konstrukt, um den Reichen die letzten Reibungsverluste (Währungsumtauch etc.) zu ersparen. Ihr müsst euch gegen diese korrupten Verbrecher wehren. Während der Steuerzahler in ganz Europa zahlt, lachen sich die Politiker, Wirtschafts- u. Bankenbosse über diese ehrfürchtigen Menschen kaputt. Der Euro wird untergehen. Warum jetzt noch Bedingungen erfüllen?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×