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25.03.2012

20:52 Uhr

Slowenien

Kein Adoptionsrecht für Homosexuelle

Die Slowenen haben bei einem Referendum gegen die Ausweitung der Rechte von homosexuellen Paaren votiert. Besonderes Interesse zeigten die Slowenen an der Abstimmung gleichwohl nicht.

Slowenien hat am Sonntag darüber abgestimmt, ob homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern erlaubt werden soll. Nach ersten Hochrechnungen ist der Entwurf gescheitert. dapd

Slowenien hat am Sonntag darüber abgestimmt, ob homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern erlaubt werden soll. Nach ersten Hochrechnungen ist der Entwurf gescheitert.

Ljubljana.Die Slowenen haben sich gegen die Ausweitung der Rechte homosexueller Paare ausgesprochen. Bei einem Referendum am Sonntag votierte ersten Teilergebnissen zufolge eine klare Mehrheit gegen ein
neues Familiengesetz, welches vorsieht, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften denselben rechtlichen Status wie heterosexuellen Ehen zu gewähren. Demnach stimmten rund 56,5 Prozent
gegen das Inkrafttreten des Gesetzes, rund 43,5 Prozent votierten dafür. Nur 28,3 Prozent der 1,7 Millionen Stimmberechtigten beteiligten sich den Teilergebnissen zufolge sich an der
Volksabstimmung.

Das Parlament in Ljubljana hatte die Änderung des Familiengesetzes im Juni 2011 verabschiedet. Danach sollten schwule oder lesbische Paare ihre Partnerschaft registrieren lassen
dürfen, außerdem sollten ihnen in den Bereichen Eigentum und Erbe sowie bei Krankenhausbesuchen dieselben Rechte zugestanden werden wie Verheirateten. Eine Ausnahme sollte
allerdings für Adoptionen gelten. Homosexuelle sollten das Kind ihres Partners adoptieren dürfen, aber gemeinsame Adoptionen sollten für homosexuelle Paare nicht möglich sein.

Gegen die Reform hatten sich konservative Gruppierungen und die katholische Kirche stark gemacht und mit einer Unterschriftenaktion das Referendum erwirkt. Auch die konservative
Slowenische Demokratische Partei (SDS) des seit Februar amtierenden Ministerpräsidenten Janez Jansa lehnte das Inkrafttreten des Gesetzes ab. Staatspräsident Danilo Türk ist dagegen
ein Befürworter der Reform. Das Parlament darf sich nun frühestens in zwölf Monaten erneut mit dem Gesetzesvorhaben befassen.

Von

afp

Kommentare (2)

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Michael45

26.03.2012, 10:27 Uhr

Referenden, die bei Minderheitenrechten abgehalten werden, halte ich für generell falsch. Es kann nicht sein, dass Minderheitsrechte durch populiste Volksbefragungen entschieden werden. Diese Entscheidungen gehören in die Parlament und vor die Verfassungsgerichte, aber sicherlich nicht als Thema in eine Volksbefragung.

luzilu

27.03.2012, 17:49 Uhr

Natürlich ist das falsch . Gott sei Dank ist das in den USA erlaubt , dass man in über 10 Bundesstaaten komplett adoptieren darf . Wenn zwei homosexuelle sich dazu entscheiden ein Kind zu wollen , so geht das dor in diesen Bundesstaaten und wird auch von den meisten der 75 Millionen Mitglieder der Demokraten unterstützt und deren 120 Millionen Wähler unterstützen dies auch sehr! In weiteren 30 US Bundesstaaten können Homosexuelle wie in Deutschland adoptieren . Armes Europa. Europäische Homosexuelle sollten wirklich noch mehr US Asylums wegen Bedrohung und Verfolgung in Europa beantragen . Gott sei Dank wurde diese Regelung von OBAMA gelockert .

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