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16.01.2011

09:59 Uhr

„So gut wie tot“

Tucson-Opfer bedroht Tea-Party-Politiker

Die Wut ist verständlich, aber die Heftigkeit geht auch der Polizei zu weit: In den USA hat ein Opfer des Attentats von Tucson den Chef der konservativen Tea-Party-Bewegung bedroht und wurde deswegen verhaftet. Seine Worte waren allzu deutlich.

Die Anhänger der Tea-Party-Bewegung bekommen die Wut der Tucson-Opfer zu spüren. Quelle: ap

Die Anhänger der Tea-Party-Bewegung bekommen die Wut der Tucson-Opfer zu spüren.

HB TUCSON. In den USA ist ein Opfer des Attentats von Tucson nach Drohungen gegen einen Politiker festgenommen worden. Der 63-Jährige habe den Chef der konservativen Tea-Party-Bewegung in Tucson mit den Worten "Du bist so gut wie tot" angebrüllt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Mann drohte dem Politiker während der Aufzeichnung einer TV-Sendung, in der der blutige Anschlag vom vergangenen Wochenende aufgearbeitet werden sollte, und musste sich daraufhin psychiatrisch untersuchen lassen.

Dem 63-Jährigen war bei dem Angriff auf eine US-Kongressabgeordnete ins Knie geschossen worden. Sechs Menschen starben, 13 wurden durch den 22-jährigen Schützen verletzt. Die Tat hat in den USA eine Debatte ausgelöst, ob der mitunter harsche Ton in der Politik mit ein Grund für das Handeln des Täters gewesen sein könnte. Die schwer verletzte Demokratin Gabrielle Giffords befand sich weiter in einem kritischen Zustand.

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