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16.05.2013

14:16 Uhr

Solar-Streit

China warnt EU vor Schaden für Handelsbeziehungen

Zum 5. Juni will die EU chinesische Solarmodule mit einem Strafzoll belegen. Die Retour des chinesischen Handelsministeriums kommt prompt – und trifft neben europäischen auch noch japanische und amerikanische Importe.

Ein Zollbeamter an der Freihafengrenze in Hamburg: Chinas Handelsministerium reagiert auf die Androhung von Strafzöllen. dpa

Ein Zollbeamter an der Freihafengrenze in Hamburg: Chinas Handelsministerium reagiert auf die Androhung von Strafzöllen.

PekingChina hat den Ton im Streit um Strafzölle der EU für chinesische Solaranlagen verschärft. Die geplanten Einfuhrhürden der EU würden nach Einschätzung des Handelsministeriums in Peking den beidseitigen Beziehungen „ernsthaft schaden“, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. China setze weiter auf Dialog und Verhandlungen, fügte er hinzu. Die EU solle aber in der Solarfrage das Gesamtbild der Handelsbeziehungen betrachten.

Die EU will bis zum 5. Juni den Solar-Billig-Importen aus China einen Riegel vorschieben. Die Einfuhr von Solarpaneelen soll dem Vernehmen nach mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegt werden.

In der Branche sind die Anti-Dumping-Zölle umstritten: Solaranlagen könnten sich in Europa massiv verteuern. Zudem fürchtet die EU Vergeltungsmaßnahmen Chinas. Die chinesischen Behörden haben bereits eine Anti-Dumping-Untersuchung von Importen legierter Stahlrohre aus der EU, Japan und den USA eröffnet.

Von

dpa

Kommentare (2)

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vandale

16.05.2013, 14:52 Uhr

Die "Strafzölle" für chinesische Solarmodule gehen auf einen Deutschen Sonnenkönig zurück. Der Sonnenkönig hat in der Vergangenheit sehr intensiv die politische Landschaft gepflegt und in D zahlreiche Abgeordnete finanziert (Quelle für Letzteres FTD Artikel Die Sonnenkönige). Gem. anderer Medienberichte soll er das EEG erdacht haben und dieses seinerzeit seinen grünen Freunden im Bundestag zur Beschlussfassung überreicht haben.

Fazinierend ist dass man wegen eines Herren und eines vollkommen sinnlosen Produkts, Solarzellen die wirtschaftliche Auseinandersetzung mit China sucht.

Vandale

fritz

27.05.2013, 11:00 Uhr

Endlich ein Anfang in die richtige Richtung um die wirtschaftsfeindliche Politik zu beenden.
Begriffen wird das sicherlich erst richtig wenn in DE ganze Landstriche verödet und ausgestorben sind.
Da sind wir den Griechen oder Spaniern um eine Generation voraus.
Also, was soll das Zeug aus China hier wenn in Spanien 25% arbeitslos sind?
Und noch was, die aktuelle Diskusion wegen Schwarzgeld und Steuerflucht ist sicherlich berechtigt, aber wenn dieses schöne Geld alles nach China fliest fehlt es in Europa auch.
Wobei ja die Arbeitslosen auch nicht von der Luft leben können.
Simson hat seit 1856 alle Umwälzungen überstanden, nur die Marktwirtschaft nicht, jetzt kommen die Roller aus China?
Insgesamt ein total verfehltes Wirtschaftssystem dessen Grenzen sich jetzt gerade auch in DE zeigen, oder sollen jetzt hier die Spanier als Paketsklaven mißbraucht werden?

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