Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2007

14:17 Uhr

Somalia

Dreimonatiger Notstand verhängt

Um Sicherheit und Ordnung in dem kriegsgeschüttelten Land wieder herzustellen, hat Somalias Parlament einen dreimonatigen Notstand verhängt.

HB BAIDOA. Sollte die Regierung den Ausnahmezustand danach verlängern wollen, müsse das Parlament seine Zustimmung geben, sagte ein Parlamentssprecher. Ministerpräsident Ali Mohamed Gedi hatte den Notstand bereits im Dezember angekündigt.

Stunden zuvor hatten die Regierungstruppen mit Unterstützung Äthiopiens nach eigenen Angaben das letzte Rückzugsgebiet islamistischer Kämpfer im Süden des Landes eingenommen. Die Ortschaft Ras Kamboni an der kenianischen Grenze sei am Vorabend erobert worden, sagte ein Regierungssprecher. „Die meisten der gesuchten Terroristen sind entweder tot oder geflohen.“ Die Regierungstruppen verfolgten die Rebellen bis in die umliegenden Wälder.

Nach wochenlangen Kämpfen hatten äthiopische Einheiten und somalische Regierungstruppen die Islamisten weitgehend vertrieben. Die Übergangsregierung kehrte aus ihrer provisorischen Hauptstadt Baidoa nach Mogadischu zurück – das Parlament tagt jedoch weiter in Baidoa. Sechs Monate lang kontrollierten die Islamisten Mogadischu und weite Teile Südsomalias. Am Montag schickten die USA ein Kampfflugzeug nach Somalia, um ranghohe Al-Kaida-Vertreter zu töten. Äthiopische Flugzeuge bombardierten die Region tagelang.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×