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03.08.2011

11:49 Uhr

Somalia

Sterbequote bei hungernden Kindern „alarmierend“

Die Sterbequote bei den unterernährten Kindern aus Somalia in den kenianischen Flüchtlingscamps steigt. Die Zahlen seien mittlerweile „alarmierend hoch“, teilten die Vereinten Nationen am Mittwoch mit.

Unter den somalischen Kindern steigt die Sterbequote. Quelle: AFP

Unter den somalischen Kindern steigt die Sterbequote.

Addis Abeba/NairobiIm größten Flüchtlingslager der Welt in Dadaab in Nordkenia ist laut den Vereinten Nationen die Quote der Kinder unter fünf Jahren, die die Hungersnot nicht überlebten, zuletzt von 1,2 pro 1000 Kinder auf 1,8 gestiegen.

Diese Zahlen bezögen sich ausschließlich auf Todesfälle in den medizinischen Zentren in dem Lager. Dabei sei kaum abzuschätzen, wie viele Kinder täglich in anderen Teilen des Lagers ums Leben kämen. In Dadaab leben derzeit fast 400.000 Menschen; die meisten von ihnen stammen aus dem Bürgerkriegsland Somalia. Ursprünglich war das Lager für 90.000 Menschen gebaut worden.

Die Lage im äthiopischen Flüchtlingszentrum Dolo Ado sei ähnlich kritisch. „Immer neue Flüchtlinge kommen geschwächt und ausgemergelt vom Hunger und dem langen Fußmarsch aus ihren Dörfern an“, hieß es. „Eins von drei Kindern, das in Dolo Ado ankommt, ist unterernährt.“

Auch innerhalb Somalias, wo die Menschen am meisten unter der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren leiden, sei die Zahl der Unterernährten extrem hoch, berichtete das Flüchtlingskomitee UNHCR. Die UN schätzt, dass fast zwölf Millionen Menschen von der Hungersnot betroffen sind.

Von

dpa

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