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02.09.2014

08:10 Uhr

Somalia

US-Militäreinsatz gegen Islamisten

US-Streitkräfte nach eigenen Angaben gegen die radikal-islamische Al-Schabaab-Miliz vorgegangen. Details über den Einsatz sind noch nicht bekannt, die Ergebnisse der Aktion werden nun geprüft.

Die somalische Regierung bemüht sich, das Land nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges zu befrieden. Reuters

Die somalische Regierung bemüht sich, das Land nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges zu befrieden.

WashingtonIn Somalia sind US-Streitkräfte nach eigenen Angaben gegen die radikal-islamische Al-Schabaab-Miliz vorgegangen. Details des Einsatzes wurden zunächst nicht bekannt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington erklärte lediglich, die Ergebnisse der Aktion würden nun geprüft. Weitere Informationen würden zu gegebener Zeit geliefert.

Die Al-Schabaab-Miliz steht der Extremistenorganisation Al-Kaida nahe. Sie will ihre eigene, strikte Auslegung des islamischen Rechts in Somalia durchsetzen. Die somalische Regierung bemüht sich, das afrikanische Land mit internationaler Hilfe nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges und der Anarchie zu befrieden.

Die EU und Afrika

Bildung, Gesundheit und Zivilgesellschaft

Die EU fördert afrikanische Staaten bei der Ausbildung. Mehr als zwölf Millionen Menschen hat sie nach eigenen Angaben zwischen 2007 und 2013 bei ihrer Schul- oder Berufsausbildung unterstützt. Tausende Studenten erhielten Stipendien oder nahmen am Erasmus-Austauschprogramm teil. 178 Millionen Euro flossen in den vergangenen sieben Jahren in mehr als 600 afrikanische Forschungsprojekte zu Ernährungssicherheit, Klimawandel, Gesundheit und Energie. Auch zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten und für den Kampf gegen den Klimawandel stellt die EU Geld bereit.

Wachstum und Handel

Europa ist der wichtigste Partner Afrikas in der Entwicklungshilfe. Zwischen 2007 und 2013 unterstützten die EU und ihre Staaten Afrikas Entwicklung mit rund 141 Milliarden Euro. Der Handel zwischen Europa und Afrika wächst seit Jahren – in beide Richtungen. 2013 exportierten die EU-Staaten Waren im Wert von 153 Milliarden Euro auf den afrikanischen Kontinent. Das war ein Rekord, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat meldete. Frankreich, Deutschland und Italien waren die größten Exporteure. Deutschlands Ausfuhren nach Afrika summierten sich 2013 auf 22 Milliarden Euro. Umgekehrt ist die EU für Afrika der größte Handelspartner, dorthin gehen 40 Prozent aller afrikanischen Ausfuhren. Die afrikanischen Staaten verkauften im vergangenen Jahr Waren für 168 Milliarden Euro nach Europa.

Friedenssicherung

Im vergangenen Jahrzehnt hat die EU 16 EU-Missionen nach Afrika geschickt, um Krisen zu bewältigen und den Frieden zu sichern. Darunter waren nach Angaben des EU-Rates sieben Militäroperationen etwa im Kongo, Somalia und Mali sowie 9 zivile Missionen wie in Kinshasa oder im Sudan/Darfur. Derzeit sind mehr als 2300 Männer und Frauen unter der EU-Flagge bei EU-Friedensmissionen in Afrika im Einsatz. Seit 2004 hat die EU 1,2 Milliarden Euro zur Unterstützung afrikanischer Operationen zur Friedenssicherung bereitgestellt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

03.09.2014, 14:22 Uhr

Hat Deutschland(deutsche Politiker) schon Protest eingelegt??

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