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02.11.2013

14:37 Uhr

Somalische Piraten

Über 300 Millionen Euro in sieben Jahren

Geiselnahmen sind ein profitables Geschäft – allerdings nicht für die Piraten. Während diese ihr Leben riskieren, fließt das meiste Geld an Hintermänner. Die Seeräuber erhalten meist weniger als ein Prozent der Beute.

Die Paradiesische Küste Somalias trügt. Sie Seeroute vorbei an einer der ärmsten Länder Afrikas, gehört zu den gefährlichsten der Welt. AFP

Die Paradiesische Küste Somalias trügt. Sie Seeroute vorbei an einer der ärmsten Länder Afrikas, gehört zu den gefährlichsten der Welt.

WashingtonAn Piraten vor der Küste Somalias und am Horn von Afrika sind zwischen 2005 und 2012 bis zu 413 Millionen Dollar (306 Millionen Euro) Lösegeld geflossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie von Weltbank, UNO und Interpol, die sich unter anderem auf Aussagen ehemaliger Piraten stützt. Demnach landet der Löwenanteil der von Reedereien gezahlten Millionenbeträge nicht bei den Piraten, sondern bei ihren finanzkräftigen Hintermännern. Diese nützten das Geld zum Teil für kriminelle Machenschaften wie Waffen- und Menschenhandel sowie Finanzierung von Milizen.

Bei den Piraten verbleibe nur ein winziger Teil, nämlich weniger als 0,1 Prozent, der Lösegelder, heißt es in der Studie. Die Piratenüberfälle am Horn von Afrika hätten 2011 einen Höhepunkt erreicht und seien seitdem zurückgegangen. Die Studie führt das auf verstärkte Militäraktion vor Somalia zurück - darunter auch der EU-Einsatz Atalanta unter Beteiligung der deutschen Marine. Die Angriffe der Piraten in der Region richteten aber nach wie vor beträchtliche Schäden an.

Von

afp

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