Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.04.2012

21:19 Uhr

Sondergesandter Annan

Syrien hält sich nicht an Waffenruhe

In Syrien ist der vereinbarte Waffenstillstand weiterhin brüchig. Nach Aussage des Sondergesandten Kofi Annan hat die Regierung nicht wie gefordert schwere Waffen aus den umkämpften Städten abgezogen.

Kofi Annan ist internationaler Sondergesandter in Syrien. dapd

Kofi Annan ist internationaler Sondergesandter in Syrien.

GenfSyrien hat nach Darstellung des internationalen Sondergesandten Kofi Annan nicht wie gefordert schwere Waffen aus umkämpften Städten abgezogen. Zudem setzten syrische Soldaten und Sicherheitskräfte Menschen, die Kontakt zu UN-Beobachtern gehabt hätten, massiv unter Druck, sagte Annans Sprecher Ahmad Fawzi am Dienstag unter Berufung auf Satellitenaufnahmen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Einige anschließend getötet würden. Annan werde den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in Kürze darüber informieren.

Satellitenbilder zeigten, dass die syrische Streitkräfte nicht wie unter dem UN-Friedensplan vereinbart, schweres Gerät aus den Stadtzentren entfernt und in die Kasernen zurückgebracht hätten. „Sie behaupten, dass sie es getan haben. Satellitenbilder und glaubwürdige Berichte zeugen jedoch davon, dass es nicht vollständig umgesetzt wurde. Das ist nicht akzeptabel“, sagte Fawzi.

Tote und Verletzte: Uno kritisiert mangelnde Waffenruhe in Syrien

Tote und Verletzte

Uno kritisiert mangelnde Waffenruhe in Syrien

Trotz der Waffenruhe gibt es weiter Tote bei Kämpfen zwischen Regierung und Rebellen.

Vor knapp zwei Wochen trat ein Waffenstillstand in dem Machtkampf zwischen Präsident Baschar al-Assad und der Opposition in Kraft. Er erwies sich jedoch als brüchig. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte in Berlin am Dienstag, er verurteile die Verletzung der Waffenruhe. Umso wichtiger sei es, jetzt schnell die beschlossene UN-Beobachtermission zu entsenden.

Deutschland sei bereit, im Interesse einer friedlichen, politischen Lösung, auch logistische und materielle Hilfe zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen den Druck so weit erhöhen und halten, dass alle Punkte des Annan-Plans umgesetzt werden.

Von

rtr

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas-Melber-Stuttgart

24.04.2012, 22:04 Uhr

Davon, daß es heute einen Bombenanschlag in Damaskus gegeben hat und Zivilisten bzw. Beamte von den sog. "Rebellen" ermordet wurden erfährt man nichts. Zum Glück sind ja bald Wahlen.

Torsten_Steinberg

24.04.2012, 22:28 Uhr

Es heißt doch, die UNO habe ein Mandat, um 300 Beobachter zur Sicherung des "Waffenstillstandes" nach Syrien zu schicken. Warum tun sie es dann nicht!? Statt dessen sollen jetzt zu den bisher stationierten 8 (!) Beobachtern bis heuteabend 3 (!!) weitere eintreffen, und eine Aufstockung auf dann insgesamt 30 (!!!) Beobachter soll im Laufe der nächsten Tage erfolgen. Wann die Gesamtzahl von 300, nach anderen Quellen doch nur um die 250 Beobachtern (ja was denn nun?) erreicht sein wird, die Viele immer noch als unzureichend empfinden, steht in den Sternen. Was ist da los? Es gibt doch ein Mandat - oder? Und wenn dem so ist, woran scheitert die zügige Umsetzung? Wer ist schuld, dass das Morden ungehindert weitergehen kann?

Account gelöscht!

25.04.2012, 07:36 Uhr

Sollen die Waffen denn überhaupt schweigen ?? Es ist doch gar nicht im Sinne des Westens .....

http://www.taz.de/Antwort-auf-Rafik-Schami/!89947/

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×