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30.08.2014

01:15 Uhr

Sondersitzung

Renzi besorgt über Wirtschaftslage in Europa

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi möchte in einer Sondersitzung mit Staats- und Regierungschefs über die EU-Wirtschaftsentwicklung reden. Die Situation sei „wirklich besorgniserregend“. Nicht nur er denkt so.

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi über die Konjunkturerholung: „Die Situation in Europa ist wirklich besorgniserregend.“ dpa

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi über die Konjunkturerholung: „Die Situation in Europa ist wirklich besorgniserregend.“

RomDer italienische Ministerpräsident Matteo Renzi will die EU-Staats- und Regierungschefs am 6. Oktober zu einer Sondersitzung über die Wirtschaftsentwicklung in der Gemeinschaft einladen. Diesen Termin schlug er am Freitag nach einer Kabinettsitzung in Rom vor, bei der es um den Abbau bürokratischer Investitionshürden ging.

Geringe Investitionen stünden einer Konjunkturerholung im Weg, sagte Renzi weiter. „Die Situation in Europa ist wirklich besorgniserregend.“

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

Italien hält derzeit turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft. Renzi reagierte mit seiner Terminankündigung auf Forderungen von Frankreichs Präsident Francois Hollande, der zu mehr Engagement für Wachstum in Europa aufgerufen hatte.

Am Freitag beklagte Hollande einen zu hohen Euro-Kurs und eine zu niedrige Inflationsrate in der Währungsgemeinschaft. Die bereits umgesetzten wachstumsfördernden Reformen in Frankreich „können nicht wirken, wenn nicht auch der Rest Europas mobilisiert wird“, sagte Hollande.

Von

rtr

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