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12.12.2011

13:48 Uhr

Sonderwünsche aus London

Die britische Diva

VonMaike Freund, Jessica Schwarzer

Selbstverliebt oder selbstvergessen? Großbritannien hat sich entschieden, dem Kontinent den Rücken zuzukehren - so ähnlich wie im 19. Jahrhundert. Schon damals hat den Briten ihre „splendid isolation“ nicht nur geholfen.

City of London: Ein Doppeldeckerbus passiert das Gebäude der Versicherungsgesellschaft Swiss Re. Reuters

City of London: Ein Doppeldeckerbus passiert das Gebäude der Versicherungsgesellschaft Swiss Re.

DüsseldorfEgal ob beim Euro oder der Transaktionssteuer - die Briten stellen sich quer. Warum aber tun sich die Menschen von der Insel so schwer mit Europa? Und wie sehen sie die EU? „Die Sicht der Briten wird oft fehlinterpretiert“, sagt Roland Sturm, Professor für Politische Wissenschaft an der Uni Erlangen. Denn die deutsche Pro-Europa-Haltung sei den Briten fern. „An erster Stelle steht in Großbritannien immer das nationale Interesse.“ Und in Bezug auf die EU sei das Interesse rein ökonomisch, sagt Sturm.

Laut Sturm ist diese Haltung nicht neu: „Die EU-Politik der Briten war immer eine gerade Linie.“ Schon 1997 forderte Tony Blair im Wahlkampf „British interests first, second and last!" Das sehen viele Briten immer noch genauso. Sturm: „Deshalb reagiert Premierminister David Cameron mit seinem Nein zur EU-Vertragsreform auch vorhersehbar." Ebenso wie der aktuelle Premier hätten auch Blair oder dessen Vorgänger reagiert – im nationalen Interesse. Und deshalb sei es auch nicht verwunderlich, dass die Briten an einigen Stellen „Deals“ für sich ausgehandelt haben. Sonderabkommen, die aus Sicht der Briten „absolut gerechtfertigt“ seien. 

Kommentare (24)

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globalecho

12.12.2011, 14:17 Uhr


klar müssen die Briten austreten,
denn Londoner Finanzwelt und Finanzkapital ( Bank of England, Investoren-Gruppen, Illuminaten, neue Weltordnungsmacher) ) sind eng mit den USA / FED verknüpft.

Von dort kamen die Instruktionen bzgl. Camerons Forderungen nach Sonderkonditionen im Finanzbereich.

Denn die Auslöser,Manipulatoren, Profiteure der Finanzkrise möchten ganz bestimmt nicht dass Brüssel ihre Bücher kontrolliert !
Sie möchten so weiter machen wie bisher ....

WESHALB SONST hat Herr Cameron Sonderkonditionen für den Finanzbereich gefordert und nicht zB. für Soziales, Industrie, Umwelt und Handel ?

Hennoch

12.12.2011, 14:17 Uhr

Bis zur Zeit von Elisabeth-I war auch England von einem Wertesystem beherrscht, was auf Kooperation und Verbundenheti mit dem Umfeld begründet war. Man sollte allerdings berücksichtigen es trotz allem nicht das Zeitalter der Seeligen war.

Aber mit Elisabeth-I setzte eine Denke der Herrenmenschen ein. Die Zeit der Druiden und Kelten war damit endgültig beendet. Es war die Zeit, als die "Hennochsche Magie" ihren Ursprung fand und seit dieser Zeit driftet England immer mehr in ein System ab, was auf dem magischen Feld als "Die schwarze Säule" bezeichnet wird.

Viel kabbalistisch geprägte Magier kommen aus England und damit ein wertesystem, was auf dem Grudngedanken der Beherrschung und Erpressung beruht. England / GB kann nicht anders, als seinen aktuellen weg weitergehen. Wie die Löwen müssen sie andere "fressen" oder sie gehen zu Grunde.

Und fehlen ihnen die Lämmer, so wie die CITY bald ohne den Kontinent auskommen soll, verhungern sie.

Lisa

12.12.2011, 14:33 Uhr

Wer nicht versteht warum die Briten mehrheitlich der EU den Rücken kehren wollen, sollte sich das Video "Europe needs a Revolution" des britischen Stand-Up Comedian, Schriftsteller und Internetaktivist, Pat Condell anschauen.

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