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04.08.2013

10:26 Uhr

Sorge vor Terroranschlägen

„Bedeutender Strom von Drohungen“

Nach einer Reihe Gefängnisausbrüchen, bei denen Hunderte Terrorverdächtigte und andere Kriminelle entkamen, sorgen sich die USA und Interpol vor Anschlägen. Auch eine deutsche Botschaft bleibt deswegen geschlossen.

Sicherheitsbeamte vor der US-Botschaft in Tokio: Konkrete Terrorgefahr. AFP

Sicherheitsbeamte vor der US-Botschaft in Tokio: Konkrete Terrorgefahr.

WashingtonDie weltweite Reisewarnung an US-Bürger und die Schließung von 21 US-Botschaften in islamischen Staaten am Sonntag geht nach Darstellung des amerikanischen Militärs auf eine konkrete Terrorgefahr zurück. „Es gibt einen bedeutenden Strom von Drohungen. Und wir reagieren darauf“, sagte Generalstabschef Martin Dempsey in einem Interview des Senders ABC, das am Sonntag ausgestrahlt werden sollte. Die Drohungen seien gezielter als frühere. Es gebe die Absicht, westliche Ziele anzugreifen, nicht nur amerikanische.

Angesichts mehrerer Gefängnis-Befreiungsaktionen in Irak, Libyen und Pakistan gab auch Interpol eine weltweite Sicherheitswarnung heraus. Aus den Gefängnissen seien insgesamt mehrere Hundert Terroristen und andere Kriminelle geflohen, erklärte die Internationale Polizeibehörde am Samstag in Lyon. Sie rief ihre 190 Mitgliedsländer zu Ermittlungen auf, ob die möglicherweise mit Hilfe von Al-Kaida verübten Befreiungsaktionen aufeinander abgestimmt seien oder in Zusammenhang stünden.

Erst vor wenigen Tagen hatten schwer bewaffnete Taliban-Kämpfer im Nordwesten Pakistans ein Gefängnis angegriffen und mehr als 250 Häftlinge befreit. Vor zehn Tagen waren in Irak ebenfalls Dutzende Terrorverdächtige aus dem berüchtigten Gefängnis Abu Ghreib und der Haftanstalt Tadschi in der Nähe von Bagdad ausgebrochen. Interpol hatte damals nach eigenen Angaben ebenfalls eine Warnung herausgegeben. Das tue man regelmäßig, hieß es.

US-Präsident Barack Obama ließ sich von Sicherheitsberaterin Susan Rice über die Lage informieren, bevor er vor seinem 52. Geburtstag zu einem Golfspiel abfuhr. Das Weiße Haus erklärte dazu: „Der Präsident ist im Verlauf der Woche regelmäßig über alle Aspekte der potenziellen Gefahr und die Gegenmaßnahmen unterrichtet worden.“

Kommentare (23)

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04.08.2013, 10:16 Uhr

Blabla... Dann gibts halt einen Monat später die Anschläge. Die USA versucht nur ihre Datensammelwut - nachdem diese sogar in den USA für heftige Diskussionen sorgt - zu legitimieren. Die Angst war schon immer ein hervorragendes Mittel um in der Bevölkerung für Zustimmung zu sorgen und Mehrheiten zu sichern.

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04.08.2013, 10:41 Uhr

Nach einem Bericht der „New York Times“ hat die US-Regierung elektronische Nachrichten zwischen hochrangigen Al-Kaida-Terroristen abgefangen.

Wenn diese hochrranigen Terroristen offensichtlich so gefährlich sind und Anschläge planen, frage ich mich, warum sie nicht der Lage sind, ihre elektronischen Nachrichten zu verschlüsseln. Ganz schön stümperhaftes Vorgehen für böse Terroristen.

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04.08.2013, 11:26 Uhr

@Schuisel

Was hier abläuft folgt dem "Cowboy-Prinzip". Das besagt, daß man beim Treiben einer Herde diese keinesfalls zur Ruhe kommen lassen darf. Wenn diese Tiere erst einmal Zeit bekommen darüber nachzudenken, was diese lästigen Gestalten auf den Pferden überhaupt sollen, dann gibt es die Stampede und die Coyboys werden niedergewalzt.

Deshalb halten uns unsere Treiber der Menschenherde auch permanent auf Trab und im Angstzustand, sei es mit Terrorwarnungen, mit Terrorinszenierungen (oder auch wirklichen Anschlägen) mit "Epidemien", mit Unruhen und (Bürger)Kriegen - das Ganze noch garniert mit Staatsaktionismus der unter dem Vorwand des Schutzes immer mehr unsere Rechte einschränkt (und damit seine eigene, sonst sinnlose Existenz rechtfertigt) ... - das ganze natürlich dann noch unter dem Trommelfeuer der gesteuerten Medien, die dafür sorgen, daß die Herde auch in die gewünschte Richtung läuft.

Ich halte dies auch für die Gegenoffensive des Imperiums in der laufenden NSA-Überwachungs-Schlacht (hoffentlich nicht noch garniert mit einen False-Flag-Terroranschlag). Wenn nicht gar was Größeres (und Schlimmeres) dahintersteckt wie der Anpfiff zu einem größeren Krieg z.B. im Pulverfass jenseits des Mittelmeers!

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