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03.07.2014

07:39 Uhr

Sorge vor Terroranschlägen

USA erhöhen Sicherheit an Flughäfen im Ausland

Die USA wollen aus Angst vor möglichen neuen Terroranschlägen Maßnahmen zur erhöhten Sicherheit an ausländischen Flughäfen einleiten. Washington befürchtet neue, nur schwer aufspürbare Bomben.

Flughafen-Überwachung

USA verschärfen Sicherheitsmaßnahmen bei Flügen

Flughafen-Überwachung: USA verschärfen Sicherheitsmaßnahmen bei Flügen

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WashingtonAus Sorge vor möglichen Bombenanschlägen wollen die USA die Sicherheit an ausländischen Flughäfen erhöhen. Der Schritt beruhe auf der laufenden Einschätzung der weltweiten Terrorgefahr, teilte Heimatschutzminister Jeh Johnson am Mittwoch mit. Nach Medienberichten fürchten die USA, dass Terrorgruppen aus Syrien und dem Jemen neuartige Sprengsätze entwickeln, die sich nur schwer aufspüren lassen.

Das Heimatschutzministerium wolle innerhalb der nächsten zwei Wochen ausländische Flughäfen und Fluggesellschaften anweisen, die Sicherheitschecks auszubauen, berichtete der US-Sender ABC unter Berufung auf informierte Kreise.

So viel kostet ein Terroranschlag

Die exakten Kosten...

... ... für Anschläge von Terrororganisationen sind schwierig zu bestimmen, wurden jedoch gerade als Folge von 9/11 von den Ermittlungsbehörden taxiert.

500.000 US-Dollar...

... haben demnach die Anschläge vom 11. September gekostet. Es ist die höchste Summe, die soweit bekannt, jemals für einen Terrorangriff ausgegeben wurde. Bereitgestellt wurde das Geld durch Überweisungen.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung...

... aus Sicht der Islamisten ist dabei gerade nach 9/11 perfekt aufgegangen. Den 500.000 investierten Dollars stehen direkte Kosten des Sachschadens 15,5 Milliarden US-Dollar gegenüber plus weitere Milliarden Belastungen der Haushalte durch den „Kampf gegen den Terror“ und gesamtwirtschaftliche Kosten, etwa für Fluglinien und Versicherungen.

Die Bombenanschläge auf Bali...

... mit mehr als 200 Todesopfern im Oktober 2002 kosteten die Terroristen deutlich weniger. So wird die Summe, die dafür aufgewendet wurde, mit 50.000 Dollar taxiert.

Die Anschläge von Madrid...

... vom 11. März 2004 auf Nahverkehrszüge, bei denen 192 Menschen starben, werden mit maximal 15.000 Dollar angegeben.

Extrem niedrige Kosten...

... für die Islamisten verursachten die Anschläge auf die U-Bahn in London im Juli 2005 mit mehr als 30 Toten zur Rushhour am 7. Juli 2005. Die vier Bomben, vier Rucksäcke, Handys und Zugtickets kosteten die Terroristen höchstens 2000 Dollar.

Diese Mikrofinanzierung...

... des Terrors macht es so schwierig, die Finanzströme mit den üblichen Kontrollen aufzudecken und zu stoppen. Das zentrale Mittel dieser Organisationen sind die selbstmordbereiten Attentäter, für deren individuellen und kollektiven Deradikalisierung aus Sicht von Experten zu wenig getan wird.

Quelle

German Institute of Global and Area Studies/Konrad-Adenauer-Stiftung/eigene Recherche

Demnach sollen Schuhe und elektronische Geräte von Passagieren genauer untersucht werden. Zudem sollen an den Flughäfen weitere Geräte zum Aufspüren von Sprengsätzen aufgestellt werden. Auch sollen vereinzelt Passagiere genauer unter die Lupe genommen werden. Es gehe um „sichtbare und unsichtbare Maßnahmen“, teilte Johnson mit. Die USA wollen ihre Erkenntnisse auch mit anderen Ländern und Fluggesellschaften teilen.

Dem Bericht zufolge überlegen US-Behörden seit Monaten, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen. Sie seien durch Geheimdiensthinweise angespornt worden, nach denen eine besonders extreme Untergruppe syrischer Terroristen in Zusammenarbeit mit jemenitischen Al-Qaida-Kämpfern „kreative“ neue Bomben entwickele.

Sie könnten vorhaben, ein Flugzeug auf dem Weg in die USA oder nach Europa zum Absturz zu bringen. Ein konkretes Ziel oder eine Zeitplanung lägen noch nicht vor. Eine mit den Informationen vertraute Quelle nannte die mögliche Bedrohung „andersartig“ und „viel bedrohlicher“ als bisherige Anschläge auf Flugzeuge.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr Frank Müller

03.07.2014, 09:10 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Thomas Behrends

03.07.2014, 09:53 Uhr

Es wäre ja so schnell Niemand den US Amerikanern und deren Regierung gegenüber feindlich gesinnt, wenn man nicht wüsste, dass die USA gern Kriege anzetteln, mit Despoten (Diktatoren) paktieren, Menschenrechte ihrerseits mit Füßen treten, andere Länder und Menschen ausspionieren und nach Weltherrschaft streben.

Des weiteren scherren sie sich um die Interessen anderer Staaten nicht im Geringsten, besitzen wenig Feingefühl für Situationen und sehen nur sich selbst (als Opfer).

Tolle Strategie.

Dass das natürlich nicht auf allzu viel Gegenliebe trifft ist doch nur zu verständlich!

Mit brachialer Gewalt versuchen die USA sicher auch jetzt wieder Sicherheitsmaßnahmen bei Flügen durch zu drücken.

Herr x y

03.07.2014, 09:55 Uhr

"Die beste Verteidigung gegen Terrorismus ist ...."

... nicht fortdauernd den Nahen Osten machtpolitisch zu vergewaltigen.

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