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02.08.2011

16:54 Uhr

Sorgen in Deutschland

Schuldenkrise torpediert Obamas Außenpolitik-Projekte

Die USA schrammen an der Staatspleite vorbei, doch an den Folgen des Schuldenkompromisses wird Obama noch schwer zu knabbern haben. Seiner Außenpolitik drohen empfindliche Rückschläge.

Barack Obama. Quelle: dapd

Barack Obama.

Washington/DüsseldorfDer frühere Berliner US-Botschafter John Kornblum befürchtet nach dem US-Schuldenkompromiss eine Verringerung des außenpolitischen Engagements der USA. Die Kürzungen im Haushalt würden sich nicht nur auf die Rüstung, sondern auf die ganze US-Außenpolitik auswirken, sagte Kornblum im Deutschlandradio Kultur. Das sei nicht gut. Weder die USA noch die Nato seien bereit und in der Lage, ein langfristiges Engagement im Irak und in Afghanistan aufrecht zu erhalten.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, forderte die Bundesregierung auf, Vorsorge für den Fall zu treffen, dass die USA ihre Außenpolitik neu ausrichten sollten. Nicht allein die Schuldenkrise würden die USA wohl zu einem verringerten außen- und sicherheitspolitischem Engagement zwingen.

„Sowohl die Strategie Obamas, zusammen mit Partnern zu handeln, als auch die Wiederkehr des Isolationismus werden den Kurs befördern“, sagte Mützenich Handelsblatt Online. „Deutschland sollte daher zuerst innerhalb der EU für gemeinsame Schritte und Initiativen werben und sich für die Einbindung der USA, aber auch Russlands stark machen.“

Der mühsam ausgehandelte Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten hatte zuvor die schwierigste Hürde im Kongress genommen. Im Repräsentantenhaus stimmten am Montagabend 269 Abgeordnete für den von den Parteispitzen ausgehandelten Plan. Der Senat sollte noch am Dienstag (18.00 MESZ) den Vorschlag annehmen. Damit könnte US-Präsident Barack Obama wenige Stunden vor Auslaufen der entscheidenden Frist das Schuldenlimit von derzeit 14,3 Billionen Dollar anheben. An den Märkten verpuffte allerdings die erste Erleichterung über die Einigung. Auch in China - dem größten Gläubigerstaat der USA - wurden kritische Stimmen laut.

Kommentare (1)

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Harald

02.08.2011, 17:20 Uhr

Was denn ?
Jetzt können doch offiziell wieder fleißig wertlose Fiat-Money Dollars gedruckt werden und in alle Länder exportiert werden...
Im Austausch gegen werthaltige Waren.
Die FED hat ausserdem über 16 TRILLIONEN !!!!! Dollars an andere Banken ( inoffiziell ) zum Nullzins quasi geschenkt !!!!
Die Welt ist infiziert mit diesem Dollarvirus.
Auch die korrupte Deutsche Bank hat was davon abgekriegt.
Der GEPLANTE SUPER GAU ist jetzt nicht mehr weit entfernt....
Schlaft schön weiter ihr Schäflein......

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