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19.07.2012

08:29 Uhr

Sozialausgaben

IWF fordert Irland zu weiteren Kürzungen auf

Irland erfüllt die Bedingungen des vor zwei Jahren vereinbarten Rettungspakets. Zu diesem Urteil kommt der Internationale Währungsfonds (IWF), der das Land zu weiteren Kürzungen bei den Sozialausgaben auffordert.

Der IWF fordert weitere Kürzungen, in Dublin nimmt der Protest gegen die aktuellen Sparmaßnahmen der Regierung Fahrt auf. dapd

Der IWF fordert weitere Kürzungen, in Dublin nimmt der Protest gegen die aktuellen Sparmaßnahmen der Regierung Fahrt auf.

DublinEine Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Irland bescheinigt, die Bedingungen für das vor zwei Jahren vereinbarte Rettungspaket zu erfüllen. Gleichzeitig forderte sie das Land aber zu höheren Kürzungen bei den Sozialausgaben auf. Diese seien eine Erklärung dafür, warum die Arbeitslosigkeit in dem Land bei 14,9 Prozent liege - dem höchsten Stand seit 18 Jahren, hieß es am Mittwoch nach einem Treffen mit Vertretern der irischen Regierung.

Unterdessen marschierten in Dublin rund 2.000 Demonstranten, um ihrem Ärger über die Kürzungen der Regierung Luft zu machen. Auf einem Protestbanner wurden Mitglieder der irischen Regierung als Schlangen dargestellt.

Die IWF-Delegation begrüßte am Mittwoch die Bereitschaft der Europäischen Union, die Bedingungen für ein 64 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für sechs irische Banken neu zu verhandeln. Die IWF-Vertreter äußerten die Hoffnung auf die Ausarbeitung eines Plans in Zusammenarbeit mit der irischen Zentralbank und der Europäischen Zentralbank (EZB), der von den EU-Finanzministern bei einem Gipfel im Herbst akzeptiert würde.

Die Kreditlinie von Europäischer Union und IWF über 67,5 Milliarden Euro dürfte Ende 2013 auslaufen.

 

Von

dapd

Kommentare (5)

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19.07.2012, 09:02 Uhr

Der IWF sollte sich doch mehr um die vielen weltweiten Finanzbetrügereien kümmern. Da sind die USA ja deutlich besser mit unterwegs. Erstaunlich bei der Nähe des IWF zu den USA.
Kürzungen bei den Sozialausgaben ist am Ende, und zwar überall in Europa. Es wird Zeit sich wieder um echte Arbeitsplätze zu kümmern, reale Investitionen, statt der Verelendung das Wort zu reden, um das eigene System zu schützen. Hätte der IWF die Weisheit mit Löffeln gefressen, gäbe es schon keine Kriege und keinen Hunger mehr in deren Wirkungsbereich.
Die Iren machen es richtig, sie "sparen", aber lockern trotzdem dieses Diktat um ihr Land nicht verkommen zu lassen.

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19.07.2012, 09:14 Uhr

Der IWF ist wie ein Parasit. Oftmals verschafft er sich z.T. sogar mit militärischer Hilfe (Lybien) die Abhängigkeit der Länder um sie dann in ihrem Sinne "umzugestalten". Demokratische Entscheidungen sind dann hinderlich.
Der IWF tritt ausschliesslich als Vertreter der Interessen der Reichen dieser Welt auf. Er iost eine Gefahr für Demokratie und Frieden!

Karma

19.07.2012, 09:16 Uhr

evtl doch mal mit Arbeit probieren oder so weiterleben, wie bis vor 30 Jahren, wo Irland als das Armenhaus bekannt war.

Trotzdem, die armen Iren tun mir fast leid, 800 Jahre Terror Besatzung durch die englischen Piraten. Die englischen Freunde sind ja so nett und kümmern sich rührend um alles, was etwas wert ist.

Die Iren haben jetzt allerdings die Chance, sich vom englischen Piraten System los zu sagen. frage mich echt, warum man in Irland immer noch englisch spricht. Wie man mir sagte, soll das Irisch viele Gemeinsamkeiten mit dem Dt. haben.




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