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23.10.2014

13:20 Uhr

Spanien

Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit 2011 nicht

Vor kurzem stieg die Arbeitslosenzahl in Spanien, nun ist sie auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Trotzdem bleibt die Zahl eine der höchsten der Euro-Zone. Nur Griechenland schneidet noch schlechter ab.

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist gesunken – auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. dpa

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist gesunken – auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren.

MadridDie Arbeitslosigkeit in Spanien ist auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren gefallen, bleibt aber eine der höchsten in der krisengeplagten Euro-Zone. 5,43 Millionen Spanier seien arbeitslos gemeldet gewesen, die Quote im dritten Quartal um fast einen Punkt auf 23,7 Prozent gesunken, teilte das nationale Statistikamt am Donnerstag mit. Der wichtige Dienstleistungssektor stelle wieder ein und auch die Baubranche erhole sich.

Die Daten sind deutlich besser als von Ökonomen erwartet. Die hohe Arbeitslosigkeit – nur Griechenland weist in der Euro-Zone noch schlechtere Werte auf – verhindert dennoch eine stärkere Wirtschaftsbelebung in Spanien.

Jugendarbeitslosigkeit in Krisenländern Europas

Frankreich

Die Perspektivlosigkeit von jungen Menschen ohne Job gilt in Frankreich als eine der größten Gefahren für den sozialen Zusammenhalt. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag zuletzt (Juni) bei 22,4 Prozent. Die Regierung von Präsident François Hollande finanziert mit Milliardenbeträgen Eingliederungsprogramme sowie sogenannte „Zukunftsarbeitsplätze“ für gering qualifizierte Jugendliche. Zudem wurde das System sogenannter „Generationenverträge“ geschaffen. Es bietet kleinen Unternehmen finanzielle Anreize, die sich gleichzeitig für den Nachwuchs und für alte Arbeitnehmer einsetzen.

Griechenland

Nach Angaben vom Mai sind in Griechenland 53,1 Prozent der unter 25-Jährigen ohne Job. Im Vorjahr waren es 59,6 Prozent. Die leichte Verbesserung liegt nach Angaben der Gewerkschaft des privaten Bereichs am boomenden Tourismus. In Griechenland sollen nach den Worten von Regierungschef Antonis Samaras in den kommenden Monaten 145.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Sie sollen mit Hilfe von EU-Mitteln und dem für 2014 erwarteten zaghaften Wirtschaftswachstum entstehen. In den nächsten Monaten sollen 600 Millionen Euro EU-Subventionen für neue Jobs – vornehmlich Ausbildungsplätze – nach Griechenland fließen.

Italien

43,7 Prozent der jungen Italiener sind arbeitslos, Schüler und Studierende nicht eingerechnet. Das nationale Statistikamt Italiens (Istat) sieht die Jugendlichen als „am stärksten von der Krise betroffen“. Der sozialdemokratische Regierungschef Matteo Renzi bemüht sich – bisher erfolglos – um eine Entspannung der Lage. Zeitarbeitsverträge sollen leichter verlängert, der Kündigungsschutz in den ersten drei Jahren ausgesetzt werden. So – und mit Steuererleichterungen – möchte er die Arbeitgeber entlasten. Durch EU-Gelder, 1,5 Milliarden in den kommenden zwei Jahren, erhofft sich Renzi eine bessere Grundlage zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit.

Spanien

Die Arbeitslosenquote beträgt in Spanien bei den unter 25-Jährigen 53,5 Prozent. Schon seit Jahren bezeichnen spanische Politiker aller Parteien die hohe Jugendarbeitslosigkeit als eines der größten Probleme. Dennoch geschah relativ wenig, um das Problem zu lösen. Die Regierung beschloss im Juli Hilfen für Unternehmer, die junge Leute einstellen. Politiker aus Deutschland warben in Spanien für eine Übernahme des deutschen Systems der dualen Berufsausbildung. Die Traditionen des spanischen Bildungssystem verhinderten jedoch, dass diese Idee sich in größerem Umfang durchsetzen konnte.

Die Zentralbank des Landes teilte unterdessen mit, Spaniens Wirtschaft sei von Juli bis September voraussichtlich um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Im Gesamtjahr rechnen die Notenbanker mit einem Plus von 1,3 Prozent, das sich kommendes Jahr auf 2,0 Prozent ausweiten soll.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

27.10.2014, 08:22 Uhr

Wenn jeder auf Anweisung unserer Poitiker auch nur 1 Stunde im Jahr arbeitet, gibt es keine Arbeitslosigkeit mehr, lt. unseren Politikern!

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