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13.01.2007

18:46 Uhr

Spanien

Demonstranten fordern Ende der Gewalt

Zwei Wochen nach dem Anschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf den Madrider Flughafen sind in Spanien Zehntausende gegen den Terror auf die Straße gegangen. Die meisten Menschen demonstrierten am Samstagabend in Madrid und in der baskischen Industriemetropole Bilbao.

Vor zwei Wochen war am Flughafen Madrid eine Autobombe explodiert. Foto: Archiv Quelle: dpa

Vor zwei Wochen war am Flughafen Madrid eine Autobombe explodiert. Foto: Archiv

HB MADRID. Friedensmärsche gab es aber auch in Saragossa, El Ferrol oder Pamplona. Zu den Demonstrationen hatten Gewerkschaften, Parteien, Bürgerinitiativen und Immigrantenverbände aufgerufen. Bei dem Attentat am 30. Dezember waren zwei Ecuadorianer getötet worden. Die oppositionelle Volkspartei (PP) lehnte ihre Teilnahme jedoch ab. Sie hatte gefordert, die Demonstrationen müssten auch die gescheiterte Verhandlungspolitik der sozialistischen Regierung mit der ETA verurteilen. Auch der größte Verband von Terroropfern AVT blieb den Kundgebungen fern. Dieser steht der PP nahe. Die Teilnehmer der Demonstrationen riefen zur Einheit im Kampf gegen die ETA auf.

Die Demonstration in Bilbao, an der auch die baskische Regierung teilnahm, stand unter dem Motto „Wir fordern von der ETA das Ende der Gewalt – Für den Frieden und den Dialog“. In Madrid lautete die Devise: „Für den Frieden, das Leben, die Freiheit und gegen den Terrorismus“. Mit dem Attentat hatte die ETA ihre neunmonatige „Waffenruhe“ gebrochen. Die Regierung erklärte den Friedensprozess mit der Organisation daraufhin für beendet.

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