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08.03.2012

15:56 Uhr

Spanien

Parlament segnet Arbeitsmarktreform ab

Gewerkschaften drohen mit einem Streik, auch die Opposition lehnt entschieden ab: Dennoch wurde im spanischen Parlament die umstrittene Arbeitsmarktreform durchgewunken. Danach sollen Abfindungen stark gekürzt werden.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy im Parlament. Reuters

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy im Parlament.

MadridDas spanische Abgeordnetenhaus hat im Kampf gegen die ausufernde Arbeitslosigkeit im Land eine umstrittene Arbeitsmarktreform verabschiedet. Kernpunkt ist eine drastische Reduzierung der Abfindungen bei Entlassungen. Deswegen wird sie von großen Gewerkschaften und der sozialistischen Opposition entschieden abgelehnt. Der Vorstoß der neuen konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy wurde am Donnerstag mit 197 gegen 142 Stimmen angenommen.

Künftig können spanische Unternehmen, die über einen Zeitraum von sechs Monaten Umsatzverluste verzeichnen, einseitig die Löhne ihrer Arbeitnehmer senken und die Arbeitszeit verlängern. Öffentlichen Einrichtungen werden kollektive Entlassungen erleichtert.

Der Vorsitzende des sozialistischen Gewerkschaftsverbandes UGT, Cándido Méndez, bezeichnete die Arbeitsmarktreform als „unheilvoll“. Die Gewerkschaften haben mit einem Generalstreik gedroht. Die Regierung versichert, dass die Maßnahmen die Schaffung von Arbeitsplätzen mittelfristig fördern werden. Spanien hat mit 22,9 Prozent die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Unter den Jugendlichen ist jeder zweite ohne Job.

Von

dpa

Kommentare (2)

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WPPJ

08.03.2012, 16:43 Uhr

Was heisst hier drohen mit Streik.

Liebes HB am 29.03.2012 ist Huelga General in Spanien durch die CCOO und UGT ausgerufen.

Sollten Sie einen Flyer benoetigen sende ich Ihnen den gerne zu.

karlosdallos

09.03.2012, 08:07 Uhr

Es lebe der Fiskal-Faschismus.

Gestern war Indien noch in Griechenland,
Heute ist es schon in Spanien.

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