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25.07.2012

21:14 Uhr

Spanien-Rettung

Euro-Zone erwägt Kauf spanischer Anleihen

Von der Immobilienkrise gebeutelt, sind Spaniens Banken auf Milliarden angewiesen. Die Länder der Eurozone wollen nun angeblich mit Geld aus dem Rettungsfonds spanische Anleihen kaufen, um die Krise einzudämmen.

Die Eurozone hat sich bereit erklärt, 100 Milliarden Euro in Spaniens Rettung zu investieren. dpa

Die Eurozone hat sich bereit erklärt, 100 Milliarden Euro in Spaniens Rettung zu investieren.

BerlinDie Euroländer erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, mit Hilfe des Rettungsfonds EFSF spanische Staatsanleihen von privaten Banken zu kaufen und so die Zinsen für das südeuropäische Land zu senken. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte einen EU-Diplomaten mit den Worten: „Falls Madrid einen Antrag stellt, sind wir bereit zu handeln.“ Man hoffe, damit die Märkte zu beruhigen.

Die Rendite für am Markt gehandelte zehnjährige spanische Anleihen beträgt zurzeit über sieben Prozent. Manche Experten gehen davon aus, dass Spanien die hohen Risikoaufschläge nicht dauerhaft bewältigen kann und als gesamtes Land internationale Hilfen in Anspruch nehmen muss.

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Bislang wurden der Regierung bis zu 100 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds EFSF zugesagt, um marode Banken in dem Land zu sanieren, das noch immer unter einer geplatzten Immobilienblase und einer hohen Arbeitslosigkeit leidet. Die Europäische Zentralbank hatte bereits Staatsanleihen von Problemländern in der Eurozone gekauft. Dieses Programm ruht aber gerade. Sollte Spanien oder ein anderes Land Anleihenkäufe durch den EFSF beantragen, müsste in Deutschland der Bundestag das Vorhaben billigen.

Von

rtr

Kommentare (40)

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Wollt_ihr_den_totalen..Beschiss

25.07.2012, 21:59 Uhr

Schön - den Banken schlechte Schulden durch ESM abkaufen, um "Märkte zu beruhigen" für ein paar Tage. Der Michel und seine Nachfahren zahlen ja. Blödsinn hoch 10. Die Länder und Banken müssen restrukturiert werden - durch Insolvenzverfahren. Diese gibt es ja. Natürlich passt es den Finanzverbrechern nicht und so behaupten sie - es gebe keine Insolvenzverfahren für Banken. Es gibt sie - es gibt Verfahren für Unternehmen und Unternehmen sind Banken. Lasst die Banken pleite gehen. Die Zentralbank soll die Wirtschaft direkt finanzieren und Guthaben der Privatpersonen müssen garantiert werden.

ausgebeuteter_Steuerzahler

25.07.2012, 21:59 Uhr

Ein weiterer sinnloser Versuch aufzuhalten was nicht mehr aufzuhalten ist. Wie viele hundert Milliarden will man denn dieses Mal unwiederbringlich vernichten?

Account gelöscht!

25.07.2012, 22:05 Uhr

"Man hoffe, damit die Märkte zu beruhigen."
Mit dieser Floskel wurden bisher ausnahmslos Fehlentscheidungen zu Lasten des deutschen Steuerzahlers eingeleitet.

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