Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.09.2012

11:19 Uhr

Spanien und Portugal

Zehntausende machen Unmut gegen Sparkurs Luft

In Portugal und Spanien dauern die Massenproteste gegen die Sparpolitik an. Nach zunächst friedlichen Demonstrationen gegen den Kurs ihrer Regierungen kam es in der spanischen Hauptstadt in der Nacht zu Gewaltausbrüchen.

Demonstration in Madrid

Video: Demonstration in Madrid

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Lissabon/MadridIn Portugal und Spanien dauern die Massenproteste gegen die Sparpolitik der Regierungen an. Allein in Lissabon beteiligten sich am Samstagabend nach Medienberichten Zehntausende Portugiesen an einer vom Gewerkschaftsdachverband CGTP organisierten Demonstration. In der spanischen Hauptstadt Madrid versammelten sich nach Polizeiangaben rund 4500 Menschen zu einer nicht genehmigten Kundgebung. In beiden Städten blieben die Proteste zunächst weitgehend friedlich. In Madrid kam es dann später zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei: Die Beamten versuchten gegen Mitternacht, die noch ausharrenden Demonstranten zu zerstreuen. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke ein, mehrere Demonstranten warfen Steine und Flaschen. Das staatliche Fernsehen meldete zwei Verletzte und zwölf Festnahmen.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP berichtete, Polizisten hätten einen Demonstranten hart geschlagen und dieser sei mit einem Krankenwagen abtransportiert worden. Bei Kundgebungen am Dienstag waren mehr als 60 Menschen verletzt worden, 38 wurden festgenommen. Auch am Mittwoch war es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. In Spanien war es bereits die dritte Demonstration binnen fünf Tagen, in Portugal der dritte Massenprotest in zwei Wochen.

In Lissabon kündigte Gewerkschaftschef Arménio Carlos die Ausrufung eines „großen Generalstreiks“ an. „Das Volk hat die Angst verloren (...) wir werden den Kampf weiter verschärfen“, sagte er. Der Generalstreik solle wohl vor Jahresende stattfinden. Über den Termin werde der außerordentliche Nationalkongress des CGTP am kommenden Mittwoch entscheiden.

Portugal

Tausende bei Demo gegen Sparprogramm

Portugal: Tausende Portugiesen bei Demo gegen Sparkurs

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Auf dem Platz Praça do Comércio im Zentrum Lissabons forderten die Demonstranten nicht nur ein Ende der strengen Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung, die zu Rezession und einer Rekord-Arbeitslosenquote von 15,7 Prozent geführt hat, sondern auch den Rücktritt von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho. „Diese Regierung ist völlig diskreditiert, sie kann nicht weitermachen“, sagte Carlos.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.09.2012, 11:47 Uhr

"Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP berichtete, Polizisten hätten einen Demonstranten hart geschlagen und dieser sei mit einem Krankenwagen abtransportiert worden. Bei Kundgebungen am Dienstag waren mehr als 60 Menschen verletzt worden"
Offensichtlich wird überall gekürzt nur nicht bei der Polizei, die prügeln munter aufgegeilt weiter für gutes Geld.

Dminik

30.09.2012, 12:57 Uhr

Bitte Liebes Handelsblatt,

der Benutzer FlashGordon verbreitet sein langem Hassnachrichten. Irgendwann, müssen Sie doch endlich diese Menschen abmahnen und aus Ihrer Webpräsenz aussperren.
Freie Meinungsäußerung hin oder her.
Keiner darf in Deutschland Hass predigen und unzensiert den Tod von Menschen fordern!
Sperrt diesen Benutzer endlich!

Account gelöscht!

30.09.2012, 13:29 Uhr

Die Euroholiker sind mit ihrem Latein am Ende. Sie müssen schnellstens aus dem Weg geräumt werden, bevor sie noch mehr Schaden anrichten.

Für Deutschland heißt das zunächst mal und vor allem: Weg mit Merkel, Schäuble, Steinbrück, Gabriel, Trittin, Westerwelle etc.
Weg auch mit ihren Helfershelfern in den Medien. Bertelsmann und Springer müssen entflochten werden.

Ziel muss es jetzt sein, eine geordnete Teilabwicklung der Währungsunion in die Wege zu leiten: Spanien, Griechenland, Portugal, Zypern und Slowenien müssen zurück zu ihren nationalen Währungen. Nur so lassen sich die strukturellen Ungleichgewichte im Gefüge der Währungsunion beseitigen.
Das ganze ist zu verknüpfen mit einem Hair-Cut bei den Staatsschulden und einer Restrukturierung des Bankensektors mittels Debt-Equity-Swaps. Das sorgt für Stabilität.
Professor Sinn und auch - in einfachen, verständlichen Worten -Elbers haben dieses Vorgehen längst skizziert:
http://www.derneuekaemmerer.de/file_download/7/Das+Euro-Desaster.pdf

Die EU bleibt natürlich erhalten. Der Euro in den übrigen Ländern, darunter auch Deurtschland, - zumindest vorerst - auch. Das limitiert die Abschreibungsverluste bei Target-2.

Für wahre europäische Solidarität ist auch Platz. Die Austrittsländer werden eine Zeitlang keinen Zugang zum internationalen Kapitalmarkt haben. Da kann und muss Deutschland, können und müssen die Niederlande und Finnland mit einem Marshallplan helfen.
Im Gegensatz zur bisherigen "Rettung" käme dieses Geld in den Volkswirtschaften in Griechenland, Spanien und Portugal an und würde unter den neuen Rahmnbedingungen die Situation für alle verbessern.
...außer, ja außer für die Politiker, die als Versager entlarvt wären und die Großinvestoren.
Damit steht auch fest, wer objektiv einer Verbesserung der Verhältnisse im Wege steht -wie gesagt: diese Elemente müssen weg -vorher geht gar nichts

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×