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30.04.2014

12:44 Uhr

Spanien

Wirtschaft wächst wie seit zwei Jahren nicht mehr

Die spanische Wirtschaft verzeichnet das stärkste Wachstum seit Jahren. Das Plus von 0,4 Prozent hilft allerdings nicht gegen die grassierende Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote stieg sogar auf 25,9 Prozent.

Spaniens Wirtschaft vermeldet höchstes Wachstum seit Jahren. dapd

Spaniens Wirtschaft vermeldet höchstes Wachstum seit Jahren.

MadridDie spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2014 so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im Vergleich zu den letzten drei Monaten 2013 habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent zugelegt, teilte das spanische Statistikamt am Mittwoch auf Grundlage vorläufiger Berechnungen mit.

Es handelte sich um den höchsten Wert seit 2008, als das Land in die Rezession abgerutscht war. Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug das Wachstum 0,6 Prozent. Das war das erste Plus im Jahresvergleich seit Mitte 2011.

Der Behörde zufolge ist das jüngste Wachstum auf eine stärkere Binnennachfrage zurückzuführen. Diese werde allerdings zum Teil durch eine schwächere Nachfrage aus dem Ausland aufgewogen. Nach zwei Jahren der Rezession war Spaniens Wirtschaft Mitte 2013 erstmals wieder gewachsen.

Die Erholung reicht bisher aber nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Am Dienstag gab das Statistikamt bekannt, die Zahl der gemeldeten Arbeitssuchenden sei im ersten Quartal um lediglich 2300 auf 5.933.300 zurückgegangen. Dennoch stieg die Arbeitslosenquote, und zwar von 25,7 Prozent Ende Dezember auf jetzt 25,9 Prozent.

Die Statistikbehörde begründete dies damit, dass ebenso wie die Zahl der Arbeitssuchenden auch die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt zurückging. Die Zahl der Einwohner der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone schrumpft seit zwei Jahren stetig. Viele Spanier verlassen auf der Suche nach Arbeit das Land. Andere bleiben, geben aber die Suche nach einem Job auf.

Die spanische Regierung wollte am Mittwoch ein neues Stabilitätsprogramm verabschieden. Es soll dafür sorgen, dass von diesem Jahr an bis 2017 das Wachstum zulegt, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Staatsverschuldung heruntergefahren wird. Für 2014 rechnet Madrid mit einem Wachstum von mehr als einem Prozent, 2015 sollen es deutlich mehr als 1,5 Prozent sein.

Von

afp

Kommentare (5)

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30.04.2014, 13:07 Uhr

Toll, die Spanier haben einer höhere Binnennachfrage, heisst verschulden sich also wieder mehr auf unsere Kosten, weil gleichzeitig die Auslandsnachfrage sinkt, heisst Target2-Ungleichgewichte verstärken sich, also all das, was zur Krise geführt hat, und dafür werden sie gefeiert

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30.04.2014, 13:08 Uhr

Die Arbeitslosigkeit steigt, womit dem Markt die Kaufkraft verloren geht. Trotzdem steigt das BIP auf Grund stärkerer Binnennachfrage. Kann mir mal jemand diesen Widerspruch erklären.

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30.04.2014, 13:48 Uhr

SUPER !!! Die Menschen in Spanien freuen sich ! Noch eine positive Nachricht: in den ersten 3 Monaten 2014 ist die Arbeitslosenzahl um 2300 Personen gesunken (fast 6 Millionen total). Alles positiv.

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