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17.04.2012

02:27 Uhr

Spardruck

Finanzkrise stoppt Anstieg der Militärausgaben

Spardruck auch bei den Militärausgaben: Die weltweiten Haushalte fürs Militär sind 2011 kaum gewachsen - und das erstmals seit Jahren. Auch die USA und Deutschland haben ihre Ausgaben gesenkt.

Insgesamt sei der Militärhaushalt Deutschlands um 3,5 Prozent auf geschätzte 46,7 Milliarden Dollar geschrumpft, berichtet das Sipri-Institut. dpa

Insgesamt sei der Militärhaushalt Deutschlands um 3,5 Prozent auf geschätzte 46,7 Milliarden Dollar geschrumpft, berichtet das Sipri-Institut.

StockholmDie weltweiten Militärausgaben sind 2011 erstmals seit über einem Jahrzehnt fast unverändert geblieben. Das geringe Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegt deutlich unter den Wachstumsraten der vergangenen Jahre, wie das Friedensforschungsinstitut Sipri (Stockholm International Peace Research Institute) am Dienstag mitteilte.

Von 2001 bis 2009 hatten die weltweiten Militärausgaben noch jedes Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent zugelegt. 2011 lagen sie nach Sipri-Schätzungen bei rund 1,74 Billionen US-Dollar (1,33 Billionen Euro) weltweit. Deutschland gehört, gemessen am Militärhaushalt, international zu den Top Ten, rutschte in der Länderliste aber vom achten auf den neunten Platz.

„Es ist zu früh, um zu sagen, ob die abflachenden Militärausgaben von 2011 eine langfristige Trendwende darstellen“, sagte Sam Perlo-Freeman, Experte für Militärausgaben bei Sipri. Unter dem Druck ihrer Haushaltsdefizite hätten die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und viele andere Länder ihre Ausgaben für das Militär gekürzt.

China und Russland haben dagegen die Ausgaben im vergangenen Jahr in die Höhe getrieben. Die USA stehen mit einem Militärbudget von 711 Milliarden Dollar weiter unangefochten an der Spitze - haben aber erstmals seit 1998 die Ausgaben gesenkt. Sie fielen preisbereinigt um 1,2 Prozent. Als Gründe nannte Sipri sowohl den Truppenabzug aus dem Irak und den geplanten Abzug aus Afghanistan als auch amerikanische Bemühungen, das Haushaltsloch zu stopfen.

Die USA halten nach diesem Bericht einen Anteil von 41 Prozent an den weltweiten Militärausgaben. China landete hinter den USA auf Platz zwei der internationalen Rangliste mit einem Anteil von gut acht Prozent an den globalen Militärausgaben. Russland folgte 2011 mit gut vier Prozent auf Rang drei - und hat damit Großbritannien und Frankreich überholt. Deutschland fiel auf der Länderliste auf Platz neun, gehörte aber hinter Großbritannien und Frankreich weiter zur Spitze in Westeuropa.

Kommentare (1)

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kat7

17.04.2012, 06:52 Uhr

Na wenn die Truppen erstmal gen Teheran marschieren sitzt das Geld wieder lockerer :)

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