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24.07.2012

20:26 Uhr

Sparmaßnahmen

Athen schafft 213 Behörden ab

Rund 40 Millionen Euro und 5256 Stellen will die Regierung in Athen mit der Schließung unzähliger Behörden einsparen. Viele davon hatten praktisch keine richtige Aufgabe. Dafür boten sie Arbeitsplätze für Parteifreunde.

Griechen vor verschlossenen Toren: Rund 40 Milliarden Euro sollen mit der Schließung von Behörden eingespart werden. AFP

Griechen vor verschlossenen Toren: Rund 40 Milliarden Euro sollen mit der Schließung von Behörden eingespart werden.

AthenDie Regierung in Athen macht erstmals ernst mit der Verschlankung des Staates. Wie das Finanzministerium in Athen am Dienstagabend mitteilte, werden insgesamt 213 Behörden abgeschafft oder sie müssen mit anderen fusionieren. Damit sollen jährlich rund 40 Millionen Euro gespart werden. Insgesamt werden 5256 Stellen abgeschafft. Die Staatsbediensteten sollen entweder in Rente gehen oder in andere staatliche Behörden versetzt werden, hieß es.

Viele dieser Behörden hatten praktisch keinen richtigen Wirkungsbereich, wie beispielsweise die Behörde für Technologieforschung der mittelgriechischen Region Thessalien. Oder auch die Organisation der Zentralmärkte und Fischerei sowie 65 verschiedene Jugendschutzbehörden, die nun fusionieren sollen, berichtete die griechische Presse weiter. Viele dieser Behörden seien in den vergangenen Jahrzehnten nur dazu da gewesen, dass Parteifreunde einen Arbeitsplatz finden.

Ministerpräsident Antonis Samaras hatte am Dienstag angekündigt, seine Regierung werde den Staat trotz Widerstandes verschlanken. Zurzeit prüfen die Kontrolleure der internationalen Geldgeber die Umsetzung der Spar- und Reformauflagen in Athen.

Von

dpa

Kommentare (24)

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Edelzwicker

24.07.2012, 20:33 Uhr

Die Staatsbediensteten sollen entweder in Rente gehen oder in andere staatliche Behörden versetzt werden, hieß es.
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Na also: Linke Tasche, rechte Tasche!
Die Griechen lernen es nie!

Wutbuerger

24.07.2012, 20:51 Uhr

Zitat "Die Staatsbediensteten sollen entweder in Rente gehen oder in andere staatliche Behörden versetzt werden, hieß es."

In Rente? Das wird den BRD-Michel freuen, weil er dafür zahlt.

In andere staatliche Stellen versetzt? Die Damen und Herren werden in ihrer neuen Position durch die Gänge flitzen und gewaltig produktiv werden.

Ich weiß nicht, für wie blöd man uns verkaufen will.


korrektor

24.07.2012, 21:08 Uhr

"Rund 40 Milliarden Euro und 5256 Stellen..."
und im ersten Absatz
"Damit sollen jährlich rund 40 Millionen Euro gespart werden. Insgesamt werden 5256 Stellen abgeschafft."
Was denn nun, Millionen oder Milliarden ?

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