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29.05.2013

23:47 Uhr

Sparsamer Präsident

Hollande lässt teure Weine versteigern

Die Franzosen sind zwar als Genießer bekannt, doch um ein Zeichen der Sparsamkeit zu setzen, verkauft François Hollande einige der besten Flaschen aus den Präsidentenweinkeller. Liebhaber aus aller Welt reisen dazu an.

Frankreichs Präsident Francois Hollande will sparen - auch am Weinkeller. Reuters

Frankreichs Präsident Francois Hollande will sparen - auch am Weinkeller.

ParisEs soll eine Botschaft der Bescheidenheit sein: Frankreichs Präsident François Hollande lässt erstmals 1200 Flaschen aus dem Weinkeller des Élysée-Palastes versteigern - rund ein Zehntel des Bestands. Zu kaufen gibt es sie am (morgigen) Donnerstag und Freitag beim Auktionshaus Drouot. Für einige der edlen Tropfen, etwa einen 1990er Château Petrus, werden bis zu 2500 Euro angesetzt.

Es sollen aber auch Flaschen für rund 15 Euro den Besitzer wechseln. Für Sammler sind sie interessant, weil auf jedem Wein ein kleiner Aufkleber die Herkunft vermerkt. In den vergangenen Wochen haben sich deswegen Weinliebhaber aus ganz Europa, den USA und sogar Russland und China bei Drouot gemeldet. Auch Sommeliers der Pariser Edelrestaurants fiebern der Versteigerung entgegen.

Verkauft werden vor allem Weine, von denen der Élysée nur noch wenige Flaschen vorrätig hatte. Denn ein kleiner Bestand macht es unmöglich, einen Wein bei großen Banketten mit vielen Staatsgästen zu servieren.

Auch Champagner der Marke Salon ist im Angebot: für rund 350 Euro die Flasche. Der älteste Wein ist ein Bordeaux Château Latour von 1936; er soll rund 500 Euro in die Kasse von Hollande spülen. Insgesamt kalkuliert das Auktionshaus mit Einnahmen von 250.000 Euro. Dafür sollen jüngere, günstigere Weine gekauft werden.

Von

ap

Kommentare (5)

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pressemirgrautvordir

30.05.2013, 00:12 Uhr

Lieber Redakteur,
mal selber nachlesen, was Sie da schreiben. Zitat (Satz 1): "Es soll eine Geste der Bescheidenheit sein ..." und dann am Ende "Insgesamt kalkuliert das Auktionshaus mit Einnahmen von 250.000 Euro. Dafür sollen jüngere, günstigere Weine gekauft werden. ..." Ach, ist das die Bescheidenheit, weniger Qualität und jünger und mehr Quantität? Warum merken Sie so etwas selber nicht? Ausbildungsdefizit? Fehlende Reflektion oder große Ablenkung durch´s Radio, oder was? Wenn die Presse nicht mehr gut ausgebildet und aufmerksam ist, können unsere Bürokraten alles tun und keiner schreibt darüber ...

Account gelöscht!

30.05.2013, 06:54 Uhr

Was nuetzt es wenn die Flaschen im Weinkeller weniger sind, aber in der Regierung noch immer genuegend sitzen. Die sollte man loswerden. Dadurch koennte man sicherlich mehr erzielen als 250.000 Euro.

kraehendienst

30.05.2013, 08:07 Uhr

Politische Flaschen tauschen gläserne Kollegen aus.

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