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08.03.2012

00:46 Uhr

Sparzwang

Schäuble findet Deutschland nicht zu hart zu Griechenland

Die Sparmaßnahmen als Voraussetzung zu einem weiteren Finanzpaket stoßen nicht nur in Griechenland auf Kritik. Italienische Studenten machten Bundesfinanzminister Schäuble Vorwürfe. Manche findet er lächerlich.

Wolfgang Schäuble bei seinem Besuch in Italien. dapd

Wolfgang Schäuble bei seinem Besuch in Italien.

FlorenzDie Bundesregierung geht nach den Worten von Finanzminister Wolfgang Schäuble in der Schuldenkrise nicht zu hart mit Griechenland um. Vielmehr habe Deutschland viel Solidarität mit dem hoch verschuldeten Euro-Land gezeigt, sagte Schäuble am Mittwoch bei einer Universitäts-Veranstaltung im italienischen Florenz.

Dort machten einige Studenten ihrem Unmut über die von den Geldgebern auferlegten Sparanstrengungen Luft. Als lächerlich wies Schäuble dabei Andeutungen zurück, Deutschland wolle Griechenland bestrafen.

Die Athener Regierung wolle selbst alles tun, um in der Euro-Zone zu bleiben, betonte Schäuble. Das hätten offene Diskussionen in der Vergangenheit ergeben, bei denen auch die Option eines Austritts zur Sprache gekommen sei.

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Im Gegenzug für weitere Milliardenhilfen von EU und IWF hat die Regierung in Athen einem harten Sparkurs zugestimmt. Die Beschlüsse treffen besonders Geringverdiener hart: Der Mindestlohn etwa wurde deutlich gesenkt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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DJM

08.03.2012, 12:39 Uhr

Das Europäische Hochschulinstitut in Florenz ist KEINE italienische Uni. Die Demonstranten waren auch KEINE italienischen Studenten sondern Doktoranden/Forscher aus ganz Europa!

JAP

08.03.2012, 12:52 Uhr

Die Andeutung, dass Deutschland Griechenland bestrafen wolle kam nicht von den Studenten, sondern von einem Journalisten.

Mazi

08.03.2012, 23:46 Uhr

Das kann doch nicht wahr sein, dass Schäuble sich nicht an elitärem abarbeitet.

Und wenn's nicht so ist, dann macht er es halt passend. Da muss man ganz pragmatisch vorgehen. Das macht man im politischen Geschäft immer so.

Ihre Klarstellung liest doch keiner. Aber Schäubles Beitrag, der wird kritiklos raus gehauen. Was ein guter Politiker ist der versteht das Geschäft. Der weiß die Fronten aufzubauen.

Glauben Sie denn, dass die andere Arbeit von Schäuble fundierter war?

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