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11.04.2017

09:08 Uhr

Spionage

Peking bietet Kopfgeld für Spione

Die chinesische Hauptstadt wirbt bei den Stadtbewohnern neuerdings mit Geld, wenn ausländische Spione gemeldet würden. Im Zuge steigender Ein- und Ausreisen nehme auch die Spionage zu. Aber Peking warnte vor Verleumdung.

Als Hauptstadt von China sei Peking das primäre Ziel von ausländischer Spionage. Mit Geld sollen nun Hinweise aus der Bevölkerung kommen. dpa

Peking

Als Hauptstadt von China sei Peking das primäre Ziel von ausländischer Spionage. Mit Geld sollen nun Hinweise aus der Bevölkerung kommen.

PekingMenschen in Peking, die bei der Enttarnung von ausländischen Spione helfen, sollen dafür künftig großzügig entlohnt werden. Wie die Tageszeitung „China Daily“ am Dienstag berichtete, kann die Behörde für Staatssicherheit nach einer neuen Regel seit dieser Woche Beträge zwischen 10.000 und 500.000 Yuan (etwa 68.000 Euro) für nützliche Hinweise auszahlen.

Informationen könnten demnach über eine speziell eingerichtete Hotline, Briefe oder bei einem persönlichen Besuch bei der Behörde gegeben werden. Die Staatssicherheit stellte in einer Mitteilung fest, dass die Zahl der Menschen, die jedes Jahr nach China ein- oder ausreisen, stetig zunehme. „Inzwischen haben auch ausländische Spionagedienste und andere feindliche Kräfte ihre störenden Aktivitäten in China intensiviert“, weshalb neue Maßnahmen im Kampf gegen Spionage notwendig seien.

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Auch würden einige chinesische Staatsbürger „ihre Nation verraten“ und mit ausländischen Diensten zusammenarbeiten. Peking sei als Hauptstadt der primäre Standort für solche Aktivitäten. Trotz in Aussicht gestellter Belohnung warnte die Behörde zugleich: Informanten, die bewusst andere verleumden oder falsche Informationen verbreiten, müssten mit Strafen rechnen.

Von

dpa

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