Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2012

19:04 Uhr

Spitzen-Gehälter deckeln

Hollande nimmt sich Top-Verdiener zur Brust

Frankreichs Präsident will Pläne zu einer Deckelung von Spitzen-Gehältern vorlegen. Das kündigte Francis Hollande am Mittwoch an. Betroffen sind Unternehmen wie Areva, die vom französischen Staat kontrolliert werden.

Der französische Präsident Francois Hollande. dpa

Der französische Präsident Francois Hollande.

ParisInmitten der Debatte um unpopuläre Etat-Kürzungen und hohe Arbeitslosenzahlen nimmt sich der neue französische Präsident Francois Hollande Privilegien von Top-Verdienern vor. Bis Mitte Juni werde die Regierung Pläne zur Deckelung von Spitzen-Gehältern bei staatlich kontrollierten Unternehmen vorlegen, kündigte Finanzminister Pierre Moscovici am Mittwoch in Paris an.

Der Sozialist Hollande hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, dass kein Manager bei Staatskonzernen mehr als 20 Mal so viel wie der am geringsten bezahlte Angestellte verdienen solle. Betroffen von dem Schritt wären Unternehmen wie Areva oder EDF.

Hollande hatte im Wahlkampf etwa mit der Forderung nach einer Reichensteuer versucht, Punkte bei Geringverdienern zu sammeln. Sein Vorgänger Nicolas Sarkozy war unter anderem unbeliebt, weil ihm zu enge Kontakte zur wirtschaftlichen Elite des Landes nachgesagt wurden. Viele Franzosen zeigen sich unter dem Eindruck rekordhoher Arbeitslosigkeit offen für eine höhere Belastung von Reichen.

Von

rtr

Kommentare (16)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Moika

30.05.2012, 19:32 Uhr

Nicht mehr als das Zwanzigfache des Geringstverdienenden im Konzern? Wie will Hollande denn zu diesen Einkommen entsprechendes und geeignetes Führungspersonal rekrutieren?

Der Gute kommt immer stärker ins Schleudern, denn dieser Popolismus ist derartig stark aufgetragen, daß selbst der unbedarfteste Franzose nur noch den Kopf schütteln kann.

Account gelöscht!

30.05.2012, 19:37 Uhr

Daran wird es nicht scheitern! Bei der Arbeitslosenquote!

Länst überfällig der Schritt. Gut der Mann! Brauchen wir in Deutschland auch. Weg mit der FDJ-Sekretärin!

c1580584

30.05.2012, 19:42 Uhr

Ganz normal, dass die die von der Krise profitierten auch Solidarität zeigen.

Die Unternehmen sollen eigentlich Investitionen tätigen, Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, Rücklagen bilden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×