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27.01.2010

08:33 Uhr

Sri Lanka

Amtsinhaber bei Präsidentenwahl in Führung

Der alte Präsident könnte auch der neue werden: Mahinda Rajapakse liegt bei der Auszählung der Stimmen deutlich in Führung. Unterdessen zeigt ein neuerlicher Vorfall, wie angespannt die Situation im Land ist.

Soldat in Sri Lanka: Angespannte Sicherheitslage nach der Wahl. ap

Soldat in Sri Lanka: Angespannte Sicherheitslage nach der Wahl.

HB COLOMBO. Nach der Präsidentenwahl in Sri Lanka liegt Amtsinhaber Mahinda Rajapakse nach Auszählung von mehr als der Hälfte der abgegebenen Stimmen deutlich in Führung. Wie ein Sprecher der Wahlkommission am Mittwoch mitteilte, konnte Rajapkase 80 der 97 bislang veröffentlichten Wahlbezirke für sich entscheiden. Insgesamt gibt es 160 Wahlbezirke. 60 Prozent der Wähler hätten für den Staatschef gestimmt, hieß es. Sein Rivale, der Oppositionskandidat und frühere Armeechef Sarath Fonseka, komme lediglich auf 38 Prozent.

In der Hauptstadt Colombo umstellten unterdessen zahlreiche Soldaten ein Hotel, in dem sich Fonseka mit mehreren Hundert Anhängern aufhalten soll. Ein Militärsprecher sagte, es gebe Informationen, wonach es sich in dem Hotel um ehemalige Armeeangehörige handeln soll. "Wir wollen überprüfen, ob diese Leute Probleme machen wollen." Es sei jedoch nicht geplant, Fonseka festzunehmen.

Acht Monaten nach dem Ende des Bürgerkriegs waren am Dienstag 14 Mio. Wahlberechtigte dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Die Beteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei mehr als 70 Prozent. Sowohl Präsident Rajapakse als auch Ex-General Fonseka hatten damit geworben, den Krieg gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) im Mai vergangenen Jahres gewonnen zu haben. Nach zahlreichen gewaltsamen Zusammenstößen im Wahlkampf fand die Abstimmung unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt.

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