Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.05.2011

13:03 Uhr

St. Gallen Symposium

Manager und Politiker ringen um die Macht

VonTorsten Riecke

Auf dem 41. St. Gallen Symposium prallen die Gegensätze offen aufeinander. So warnt UBS-Chef Oswald Grübel vor den schwachen Banken, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann parallel vor einer Umschuldung Griechenlands.

UBS-Chef Oswald Grübel (l.) und McKinsey-Manager Dominic Barton beim St. Gallen Symposium Quelle: dpa

UBS-Chef Oswald Grübel (l.) und McKinsey-Manager Dominic Barton beim St. Gallen Symposium

St. GallenEs hatte durchaus etwas Symbolisches, dass Oswald Grübel sich auf dem 41. St. Gallen Symposium zu der Machtverschiebung in Politik und Wirtschaft äußern sollte. Der meist knorrige UBS-Chef gilt als mächtigster Banker der Schweiz und blickt auf Machtfragen stets durch die Brille des Bankers. Eine Sichtweise, die gerade am Bankenplatz Schweiz über viel Einfluss verfügt. Grübel schaffte es denn auch auf seiner Tour d’Horizon durch die Weltpolitik seine Botschaft unterzubringen: „Wir können das globale Wachstum nicht stärken, wenn wir die Banken schwächen.“ Eine unverhohlene Kritik an die Bestrebungen der Finanzwächter, die Großbanken mit höheren Kapitalanforderungen an die Kette zu legen.

Ganz andere Sorgen hatte dagegen offensichtlich Josef Ackermann. Der Chef der Deutschen Bank und Absolvent der Hochschule St. Gallen, warnte am Rande der Tagung vor einer Umschuldung für Griechenland. „Das wäre ein Riesenfehler“, sagte der Top-Banker der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die möglichen Verluste wären viel zu hoch und könnten die Krise in anderen Ländern verschärfen. Es gebe keine andere Möglichkeit,  als das Kreditpaket für Griechenland aufzustocken.

Die Schuldenkrise in Europa war für He Yafei, Chinas Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, jedoch nur eine der globalen Risiken. Der Kampf um Ressourcen wie Wasser, die wachsende soziale Ungleichheit, der Verlust an Sicherheit und die Unfähigkeit internationaler Organisationen, mit dem neuen Machtgefüge zwischen Industrie- und Schwellenländern zurecht zu kommen, vervollständigten die Gefahrenliste des Chinesen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×