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19.04.2006

09:25 Uhr

Staatsbesuch

China verspricht Kampf gegen Software-Piraterie

Bei seinem USA-Besuch hat der chinesische Präsident Hu Jintao dem Softwareriesen Microsoft mit einer Stippvisite beehrt. Bei der Gelegenheit versprach der Politiker, sein Land werde alles tun, um den grassierende Handel mit gestohlener Software im Reich der Mitte einzudämmen.

Hu Jintao neben Bill Gates in dessen Villa am Lake Washington. Foto: AP

Hu Jintao neben Bill Gates in dessen Villa am Lake Washington. Foto: AP

HB SEATTLE. „Wir nehmen unsere Versprechen sehr ernst“, versicherte Hu in der Microsoft-Zentrale im US-Bundesstaat Washington. Er bezog sich dabei auf die jüngste Erklärung der Regierung, die bekannt gegeben hatte, dass künftig alle Computer in dem asiatischen Land mit einem lizenzierten Betriebssystem ausgestattet sein müssen. Dafür soll auch Windows-Software von Microsoft gekauft werden.

Nach dem Firmenbesuch ging es für Hu in die Privatgemächer des reichsten Mannes der Welt: Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hatte Hu zusammen mit rund 100 anderen Gästen zu einem Drei-Gänge-Menü in seine 100-Millionen-Dollar-Villa am Lake Washington eingeladen. Nicht nur dort wurde Hu mit großen Ehren empfangen: So hängten viele Geschäftsinhaber in Seattles Stadtteil Chinatown chinesische und US-Flaggen vor die Tür, um den Gast willkommen zu heißen.

Am Donnerstag soll Hu mit Bush in der Hauptstadt Washington zusammentreffen. Dann wird es den Angaben nach nicht nur um bilaterale Probleme wie die von den USA bemängelten Ungleichgewichte im Handel oder den unterbewerteten Yuan gehen, sondern auch um das iranische Atomprogramm. Bush will das bislang zögernde China dazu bewegen, mehr Druck auf die Führung in Teheran auszuüben, etwa durch internationale Sanktionen. Der Iran steht im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben.

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