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18.05.2017

00:57 Uhr

Staatsbesuch

Erdogans Team greift Demonstranten in Washington an

Nach seinem Treffen mit US-Präsident Trump ist der türkische Präsident Erdogan zur Botschaft seines Landes in Washington gefahren. Dort wartende Demonstranten ließ die US-Polizei gewähren – Gewalt kam von anderer Seite.

Ausschreitungen in Washington

Blutige Proteste überschatten Erdogan-Besuch

Ausschreitungen in Washington: Blutige Proteste überschatten Erdogan-Besuch

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WashingtonDas Sicherheitsteam des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist mit Gewalt gegen einen Antiregierungsprotest vor der Botschaft der Türkei in Washington vorgegangen. Neun Menschen wurden dabei verletzt.

Es gab zwei Festnahmen, wie die Behörden mitteilten. Die türkische Regierung und Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser wiesen der jeweiligen Gegenseite die Schuld für den Ausbruch der Gewalt zu.

Das US-Außenministerium verurteilte am Mittwochabend (Ortszeit) den Einsatz von Gewalt vonseiten Erdogans Sicherheitsteams gegen den Antiregierungsprotest. Gewalt sei nie eine angebrachte Antwort auf Meinungsfreiheit, erklärte Ministeriumssprecherin Heather Nauert in einer Mitteilung. Das Ministerium habe seine Bedenken der türkischen Regierung mitgeteilt.

Die Demonstranten hätten vor der türkischen Botschaft Slogans gegen Erdogan gerufen, als der Staatschef am Dienstag (Ortszeit) nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump vorgefahren sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Weil die US-Polizei türkische Forderungen nach einem Einschreiten nicht beachtet habe, seien Erdogans Sicherheitskräfte und türkische Staatsbürger eingeschritten, um „sie zu zerstreuen“, hieß es.

Bürgermeisterin Bowser sprach von „einem gewaltsamen Angriff auf eine friedliche Demonstration“. Das Einschreiten sei eine Beleidigung der in Washington geltenden Werte und der Rechte der Amerikaner, teilte sie am Mittwoch mit.

Standbild aus einem Video von dem Gewaltausbruch vor der Residenz des türkischen Botschafters in Washington: Ein Polizist versucht, einen Mann von den Teilnehmern der Demonstration fernzuhalten. Reuters

Tumult in Washington

Standbild aus einem Video von dem Gewaltausbruch vor der Residenz des türkischen Botschafters in Washington: Ein Polizist versucht, einen Mann von den Teilnehmern der Demonstration fernzuhalten.

In einem Video des Senders Voice of America ist zu sehen, wie Polizisten Probleme dabei haben, eine kleine Gruppe Demonstranten vor der türkischen Botschaft zu beschützen. Die Demonstranten werden von Männern in schwarzen Anzügen getreten und blutig geschlagen.

Auch Senator John McCain war fassungslos darüber. „Das sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir brauchen das hier nicht“, kommentierte er, als er das Video auf Twitter retweetete.

Zuvor hatten die US-Behörden von einer Auseinandersetzung berichtet. Zwei Personen seien nach dem Streit festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Dustin Sternbeck.

Erdogan und US-Präsident Donald Trump hatten sich am Dienstag im Weißen Haus getroffen.

Von

ap

Kommentare (6)

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Herr Leo Löwenstein

18.05.2017, 08:57 Uhr

Da kann man nur eins sagen.

Die Türkei zeigt ihr neue Gesicht.

Herr Hofmann Marc

18.05.2017, 09:19 Uhr

Ist die Erdogan Türkei nicht der Beste Freund der Merkel Regierung....

Herr Franz Giegl

18.05.2017, 10:13 Uhr

gewähren wir auch politisch verfolgten aus den USA Asyl?

Oder machen wir dies nur bei Ländern, denen wir nicht unterstehen?

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