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08.07.2011

16:57 Uhr

Staatsbesuch

Merkel mit Wirtschaftsdelegation in Afrika

VonDonata Riedel

Deutschland will sich am Ausbau der Stromnetze beteiligen und hofft auf Zugang zu Öl und Gas in Angola und Nigeria.

Bundeskanzlerin hier bei einem Treffen mit dem Chef der Afrikanischen Union Jean Ping in Berlin. Quelle: Reuters

Bundeskanzlerin hier bei einem Treffen mit dem Chef der Afrikanischen Union Jean Ping in Berlin.

Die Bundesregierung will die Wirtschaftsbeziehungen in Afrika ausbauen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird deshalb auf ihrer Reise nach Kenia, Angola und Nigeria kommende Woche von einer Wirtschaftsdelegation begleitet werden. Die drei Staaten sind nach Südafrika die nächstgrößten Wirtschaftsnationen des Kontinents unterhalb der Sahara.

Schwerpunktthema bei den Wirtschaftsgesprächen in allen drei Ländern ist nach Angaben aus Regierungskreisen die Energie. Deutschland hofft auf eine Beteiligung des dort geplanten Ausbaus der Stromnetze und im Gegenzug auf guten Zugang zu Öl und Gas in Angola und Nigeria.

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Seit einigen Jahren tritt in den rohstoffreichen Ländern Afrikas China als Konkurrent zu den westlichen Staaten auf. Oftmals sichert sich das bevölkerungsreichste Land der Welt Zugang zu Rohstoffen im Tausch für den Bau von Straßen und Häfen. "Wir beobachten dies natürlich", hieß es in den Regierungskreisen. Das Vorgehen Chinas werde von den afrikanischen Regierungen inzwischen allerdings nicht mehr nur positiv gesehen: Zwar bauten die Chinesen Straßen; dafür setzten sie jedoch ausschließlich Chinesen ein.

"Wir bieten dagegen bei Infrastrukturprojekten auch Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für die Bevölkerung vor Ort an", hieß es weiter. Es gehe der Bundesrepublik um "nachhaltige Wirtschaftsbeziehungen."

Mit Nigeria hat Deutschland bereits während des G8-Gipfels in Heiligendamm eine Energiepartnerschaft vereinbart. Es gelte nun, diese mit Leben zu erfüllen, hieß es. In den drei Staaten will Deutschland auch für den Ausbau erneuerbarer Energien werben, bei denen deutsche Firmen Marktführer sind.

Kommentare (3)

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08.07.2011, 18:56 Uhr

Kann die nicht irgend ein Häuptling dort mal kidnappen?

Account gelöscht!

10.07.2011, 07:11 Uhr

Diese "Entwicklungshilfe"-Mittel müßten die Bürger hier wohl selber aufbringen...

Account gelöscht!

10.07.2011, 07:15 Uhr

Nun kämpft die Frau Merkel auch in Afrika für die "Neue Weltordnung", vor allem, was die Dinge unter der Erde angeht.

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