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02.05.2011

13:34 Uhr

Staatsfinanzen

Griechenland will härter gegen Steuerhinterzieher vorgehen

Griechenland muss seine Staatsfinanzen sanieren und will darum härter gegen Steuerhinterziehung vorgehen. Mit stärkeren Kontrollen will die Regierung 11,8 Milliarden Euro einnehmen.

Griechenlands Finanzminister George Papaconstantinou jagt Steuerhinterzieher. Quelle: dapd

Griechenlands Finanzminister George Papaconstantinou jagt Steuerhinterzieher.

AthenMit einer verstärkten Bekämpfung der Steuerhinterziehung will die griechische Regierung bis 2013 zusätzlich 11,8 Milliarden Euro einnehmen. Entsprechende Maßnahmen gab Finanzminister Georgios Papaconstantinou am Montag bekannt, genau ein Jahr nach dem Beschluss von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF), das Land mit insgesamt 110 Milliarden Euro an Notkrediten vor dem Staatsbankrott zu bewahren.

Athen stehe in Verhandlungen mit der Schweiz, dortige griechische Vermögensanlagen zu überwachen, sagte Papaconstantinou. Ein ähnliches Abkommen gibt es zwischen Großbritannien und der Schweiz. „Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen gegen das Land“, erklärte der Minister. Zu den geplanten Maßnahmen zählen nach seinen Worten höhere Strafen für die Bestechung von Steuerbeamten, eine radikale Neuorganisation der Finanzämter und der stärkere Einsatz von Online-Steuerdiensten. Es sei das erste Mal, dass ein solches Unterfangen systematisch angegangen werde, sagte er.

Der Umfang der Schattenwirtschaft in Griechenland beträgt nach Schätzungen der EU und der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zwischen 25 und 37 Prozent.

 

Von

dapd

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.05.2011, 15:20 Uhr

Griechenland will härter gegen Steuerhinterzieher vorgehen? Wenn das nicht mal einige Jahre zu spät kommt. Soetwas hätte bereits zum Euro-Beitritt geschehen müssen und spätestens, als sie unter den Rettungsschrirm gekommen sind. Aber eigentlich hätten Länder, in denen eine derart heftige Korruption und Steuerhinterziehung an der Tagesordnung ist, nie in die EU eintreten dürfen! Danke Brüssel.

Rainer_J

02.05.2011, 19:38 Uhr

Und dabei ist Griechenland noch nicht mal selbst auf diese Idee gekommen, sondern es ist eine Vorgabe von EUdSSR-Brüssel.

Bei ihren ganzen "Visionen" kommt in der Regel kein klarer Gedanke aus Brüssel, aber so langsam dämmert es selbst denen, dass es nicht ausreicht Griechenland jedes Jahr Blankochecks auszustellen.

Aber diese Lippenbekenntnisse sind eh nichts wert. Es wird Lob von der EUdSSR geben, aber passieren wird da gar nichts!

sofron

23.05.2011, 16:02 Uhr

Griechenlands Problem hat eine simple Ursache: die wirklich Reichen zahlen dort keinerlei Steuer. Alle voran die Reeder. Und davon gibt es in eine ganze Menge. Diese Multimillionäre verstecken ihre Reichtümer hinter offshore Unternehmen, d.h. Briefkastenfirmen, und gelten somit als mittellos! Auch die jetzige Regierung wagt es nicht diese Mega-Steuerhinterzieher zu disziplinieren. Nach wissenschaftlichen Schätzungen entsprechen die zu zahlenden Steuer von jedem einzelnen griechischen Reeder den Steuern einer griechischen Kleinstadt. Athen sollte endlich handeln. Denn alle Kürzungen bei den kleinen Leuten und alle Einsparungen im Staatsapparat nützen nichts, wenn Papandreou den Reichen nach wie vor erlaubt Steuer massiv zu hinterziehen. Ohne richtigen Einnahmen ist die Pleite seines Landes sicher.

Kurzform
Die wirklich Reichen in Griechenland zahlen keine Steuer. Alle voran die Reeder. Davon gibt es eine ganze Menge. Diese Multimillionäre verstecken ihre Reichtümer hinter offshore Firmen, d.h. Briefkästen, und gelten somit als mittellos! Die Regierung wagt es nicht diese Mega-Steuerhinterzieher zu disziplinieren. Die zu zahlenden Steuer jedes einzelnen Reeders entsprechen den Steuern einer griechischen Kleinstadt. Alle Kürzungen nützen nichts, wenn die Reeder massiv Steuer hinterziehen.

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