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08.08.2015

13:59 Uhr

Staatspleite Puerto Rico

„Unsere Gläubiger müssen Opfer bringen“

Jetzt sind die Anderen dran: Puerto Rico will von seinen Gläubigern weitere Zugeständnisse erwirken. Das von der Staatspleite bedrohte US-Territorium kann einen Schuldenberg von 72 Milliarden Dollar nicht zurückzahlen.

Dem US-Territorium droht der Bankrott. ap

Straßenmusikant in San José

Dem US-Territorium droht der Bankrott.

San JoséDas hoch verschuldete US-Territorium Puerto Rico fordert von seinen Geldgebern Zugeständnisse. „Die Puerto Ricaner haben bereits Opfer gebracht. Jetzt müssen die Gläubiger auch Opfer bringen und sich freiwillig hinsetzen, um mit uns zu verhandeln“, sagte Gouverneur Alejandro Garcia Padilla am Freitagabend.

Seiner Einschätzung nach kann der Schuldenberg von 72 Milliarden Dollar nicht zurückgezahlt werden. Zuletzt hatte das US-Außengebiet große Teile einer fälligen Überweisung nicht beglichen.

Es wird damit von den Rating-Agenturen als pleite angesehen.

Diese Termine werden dieses Jahr für die US-Wirtschaft noch wichtig

9. Januar

Erste Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen des Jahres.

30. Januar

Das Handelsministerium veröffentlicht die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

3. Februar

Die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Janet Yellen, feiert ihr erstes Amtsjubiläum.

15. März

Bis dahin muss der Kongress die selbstgesteckte Schuldengrenze der USA erhöhen oder für einen weiteren Zeitraum aussetzen, damit die Regierung weiter ihre Rechnungen bezahlen kann.

27. März

Dritte und letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

17. April

Letzte Bekanntgabe der Inflationsrate vor einer möglicherweise entscheidenden Zinssitzung der Fed.

30. April

Die Fed könnte bei der Sitzung ihres Offenmarktausschusses die erste Zinserhöhungen seit 2006 ankündigen.

3. Juni

Die Regierung legt die US-Außenhandelsbilanz für 2014 vor.

Ende August

Notenbanker aus aller Welt ziehen sich zu einem Gedankenaustausch im amerikanischen Jackson Hole (Wyoming) zurück.

4. Dezember

Letzte Vorlage der US-Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr

22. Dezember

Letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im Jahr 2015

Staatsanleihen werden traditionell häufig von Banken und Fondsgesellschaften vertrieben. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte dem Wirtschaftsblatt „Euro am Sonntag“ laut Vorabbericht, auch Kunden des Frankfurter Instituts hätten Puerto-Rico-Papiere gezeichnet. 65 Millionen Euro entfielen dabei auf Kunden in den USA, knapp eine Million auf Klienten in Europa. Der Großteil des Geldes liege in Spezialfonds für institutionelle Kunden, der Rest in Fonds für Privatkunden.

Von

rtr

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