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14.01.2010

15:03 Uhr

Staatssekretäre beraten

Frankreich treibt A400M-Rettung voran

Die französische Regierung will das Projekt A400M nicht sterben lassen: Die Staatssekretäre der Bestellnationen treffen sich am Donnerstag in London, um über die Verteilung der hohen zusätzlichen Kosten zu beraten. Kurz vor dem Treffen hatte Airbus-Chef Enders nochmal mit der Ende der Entwicklungsarbeit gedroht.

Modell des A400M: Frankreich kämpft für das Prestigeprojekt. dpa

Modell des A400M: Frankreich kämpft für das Prestigeprojekt.

HB PARIS. Frankreich will den Airbus-Militärtransporter A400M nicht fallen lassen. Er werde alles tun, um das in die Schieflage geratene Projekt zu retten, sagte Verteidigungsminister Hervé Morin am Donnerstag. Am Donnerstag und Freitag wollten die Staatssekretäre der Bestellernationen, darunter Deutschland, in London über die Überwindung der Schwierigkeiten beraten.

Der von den europäischen Luftwaffen dringend benötigte Transporter hat wegen massiver Entwicklungsprobleme rund drei Jahre Verspätung. Airbus verlangt von den Kunden, einen großen Teil der Zusatzkosten von mindestens fünf Milliarden Euro zu schultern. Morin sagte im Interview mit dem Radiosender RFI, die Kosten müssten zwischen Airbus und den beteiligten Staaten aufgeteilt werden.

Es sei von großer Bedeutung, dass Europa einen eigenen Militärtransporter baue und nicht dem US-Konkurrenten Boeing das Feld überlasse, sagte Morin. Airbus-Chef Thomas Enders hatte am Dienstag abermals gedroht, das Projekt könne scheitern, wenn man sich nicht bis Ende Januar mit den Regierungen auf die Kostenaufteilung einige.

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