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10.11.2011

00:10 Uhr

Staatsverschuldung

Eurogruppen-Chef warnt vor Spaltung der Euro-Zone

Der Euro sei eine Erfolgsgeschichte, sagt der Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Trotz Krise um Italien warnte er vor eine Teilung der Euro-Zone. Angeblich, so Medienberichte, werde aber diese Spaltung diskutiert.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. AFP

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker.

Lissabon / BerlinEurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat die Staatsverschuldung und nicht den Euro als Ursache für die derzeitige Krise ausgemacht. „Es macht mich wütend, wenn ich höre, der Euro sei in der Krise“, sagte Juncker am Mittwoch. Es gebe Probleme mit verschuldeten öffentlichen Haushalten in einigen Ländern der Euro-Zone, die Währung stehe aber nicht auf dem Spiel.

Bei der Eindämmung der Inflation sei der Euro eine Erfolgsgeschichte, sagte der luxemburgische Ministerpräsident. Angesichts der Krise der italienischen Staatsanleihen warnte Juncker vor einer Teilung der Euro-Zone und mahnte ein gemeinsames Vorgehen an. „Europa wird kleiner und kleiner und es ist jetzt nicht an der Zeit, uns nach nationalen Kategorien zu unterteilen“, sagte Juncker in Lissabon. Es sei jetzt notwendig, gemeinsam vorzugehen.

Ebenfalls am Mittwoch hat EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso vor einer Spaltung der EU in die Eurozone und die zehn Nicht-Euro-Staaten gewarnt. „Eine gespaltene Union würde nicht funktionieren“, sagte Barroso in einer „Europa-Rede“ am Mittwochabend in Berlin. Europa stehe vor der Entscheidung, ob es weiter vorangehen oder zerfallen solle. Eine stärkere Integration in der Eurozone bei der Wirtschafts- und Finanzpolitik sei wichtig, dürfe aber nicht auf Kosten der Nicht-Euro-Staaten gehen.

Unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Vertreter in Brüssel, der wegen der heiklen Bedeutung dieser Frage anonym bleiben wollte, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ die mögliche Spaltung der Euro-Zone werde seit geraumer Zeit von deutschen und französischen Regierungsvertretern diskutiert.

Kommentare (23)

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juncky

10.11.2011, 00:55 Uhr

Herr Juncker, ich werde wütend wenn ich Ihre Euro-Lügen höre!
Sie versuchen seit ewigen Zeiten Europa für Ihr kleines Bankeneldorado einzulullen. Das haben Sie geschafft. Jetzt ist Schluss - Sie haben genug Unheil angerichtet!!!

horschtel

10.11.2011, 01:06 Uhr

Im Frühjahr hat Utah Gold als 2.Währung neben $ wieder eingeführt. Bei einigen anderen liegt die Abstimmung in der Warteschleife.

OttoVonBismarck

10.11.2011, 01:14 Uhr

Herr Juncker hat nie Skrupel gehabt, das Geld anderer, insbesondere der Deutschen, in voll auszugeben.

Nein, wir brauchen nicht mehr Eurokratie, sondern Demokratie und eine Emanzipation von diesen Fundamentalisten, die versuchen die Nationen Europas kaputtzumachen und durch den Molloch einer EUdSSR, samt Kommissariat, zu ersetzen.

Der Euro ist die Lunte, mit der Europa in die Luft fliegen wird, wenn sie nicht entscharft wird, und zwar nicht nur finanziell und wirtschaftlich, sondern gerade auch politisch. Die Leute wollen nicht mehr verars.ht werden, und schon garnicht von Typen wie Ihnen.

Mehr dem Volk vertrauen, itte, ihm die Stimme geben und ihr folgen, Herr Juncker. Sie haben doch etwa nicht Angst, die Menschen werden sich bald erinnern, wer sie in den finanziellen und wirtschaftlichen Abgrund unter falschen Vorwand und Versprechen getrieben hat ?

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