Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.02.2017

10:04 Uhr

Staatsverschuldung

Griechenland sucht Berlins Nähe

Im Streit um die griechische Staatsverschuldung sucht die Konservative Partei des Landes nun Hilfe in Deutschland. Ein Plan sehe Reformen in der Kreditvergabe vor. Für eine Umsetzung wären jedoch Neuwahlen notwendig.

Die konservative Partei von Griechenland sucht für das Verschuldungsproblem Hilfe bei Angela Merkel. AP

Kyriakos Mitsotakis

Die konservative Partei von Griechenland sucht für das Verschuldungsproblem Hilfe bei Angela Merkel.

BerlinGriechenlands Konservative gehen einem Medienbericht zufolge im Streit um die Staatsschulden des Landes demonstrativ auf Deutschland zu. Kyriakos Mitsotakis, der Vorsitzende der oppositionellen Nea Dimokratia, wirbt laut „Süddeutscher Zeitung“ nun in Deutschland um Unterstützung für seine Partei. „Wir können ein viertes Hilfspaket vermeiden, wenn wir rechtzeitig den politischen Wechsel einleiten,“ sagte er dem Blatt (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Dies setze aber baldige Neuwahlen in Griechenland voraus.

Mitsotakis will demnach Bundeskanzlerin Angela Merkel einen „Plan für Griechenland“ präsentieren. Er sehe Reformen einvernehmlich mit den Kreditgebern vor. Im Gegenzug wünsche sich Mitsotakis eine geringere Belastung der griechischen Privathaushalte und mittelständischen Unternehmen. Mitsotakis' Partei führt derzeit in den Meinungsumfragen.

Griechenlands Schuldenkrise in Zahlen

2012: Staatsverschuldung

305,1 Milliarden Euro (160% des BIP)

2012: Haushaltsdefizit

16,9 Milliarden Euro (8,8% des BIP)

2013: Staatsverschuldung

320,5 Milliarden Euro (178% des BIP)

2013: Haushaltsdefizit

23,5 Milliarden Euro (13% des BIP)

2014: Staatsverschuldung

319,7 Milliarden Euro (180% des BIP)

2014: Haushaltsdefizit

6,5 Milliarden Euro (3,6% des BIP)

2015: Staatsverschuldung

311,5 Milliarden Euro (177% des BIP)

2015: Haushaltsdefizit

12,8 Milliarden Euro (12,8% des BIP)

Mitsotakis besucht dem Bericht zufolge am Montag mit einer Delegation der Partei die Spitzen der CDU in Berlin und spricht unter anderem mit Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vinci Queri

13.02.2017, 11:04 Uhr

>> Griechenland sucht Berlins Nähe >>

Wie hat doch das "Sparschweinchen im Wägelchen" bei der Maischberger zugegeben, mit Griechenland - Paketen hat man ZEIT GEKAUFT...........und das für mittlerweile eine HALBE BILLION € !

Welche Nähe brauchen denn die Griechischen KLEPTOKRATEN noch ?


Herr Michael Müller

13.02.2017, 11:21 Uhr

Ein armer Bauer kommt in ein Deutsches Restaurant. Er bestellt die besten Speisen und edelsten Getränke. Als der Ober die Rechnung bringt, sagt er nur: Bring mir Geld zum Bezahlen. Ich habe kein Geld und Du bist mit schuldig an meiner jetzigen Lage. Du hättest sehen müssen, dass ich das nicht bezahlen kann. Bring mir bitte jetzt noch einen Kaffee und Kuchen und bis zum Abendessen kannst Du Dir ja überlegen wo Du das Geld für mich herbekommst. Derweilen gehe ich für meine Kinder einkaufen. Danach möchte ich dann zu Abend essen und Übernachten. Morgen sieht die Welt dann viel besser aus, weil ich ja nach dem Frühstück auf einem guten Weg bin. Ach ja, vergiss nicht etwas Taschengeld für meine armen Eltern dazulassen.

Frau Nelly Sachse

14.02.2017, 12:03 Uhr

Griechenland sucht Berlins Nähe
Da wird einem ganz warm ums Herz, liebes Handelsblatt bei dieser Schlagzeile. Die Griechen haben uns nämlich richtig gern. Daß mit der Suche nach Nähe keine Wünsche verbunden sind, versteht sich von selbst, nicht wahr?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×