Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.04.2011

08:11 Uhr

Staatsverschuldung

Rating-Schock für die USA löst heftigen Parteienstreit aus

Der Rating-Warnschuss von Standard & Poor's für die USA zeigt erste Wirkung, aber keine positive: Statt nach Auswegen aus der Schuldenkrise zu suchen, versinken Demokraten und Republikaner im Streit.

Hier müssen die Abgeordneten Auswege aus der US-Schuldenkrise finden: das Kapitol in Washington. Quelle: Reuters

Hier müssen die Abgeordneten Auswege aus der US-Schuldenkrise finden: das Kapitol in Washington.

WashingtonTrotz des Warnschusses der Rating-Agentur Standard & Poor's deutet sich bislang keine Annäherung zwischen Demokraten und Republikanern in der US-Haushaltsdebatte an. Keine Seite signalisierte vorerst Änderungen ihrer Positionen, die einen Durchbruch beim umstrittenen Themen Ausgabenkürzungen in naher Zukunft erwarten lassen würden. Es zeige sich, dass „bei all dem Gerede in Washington nichts auf dem Tisch liegt, was sich bewegt“, sagte Sean West, Haushaltsexperte der Eurasia Group, nachdem S&P am Montag den Ausblick für die Bewertung der US-Kreditwürdigkeit auf „negativ“ von zuvor „stabil“ bewertet hatte und dem weltgrößten Schuldner vor einem Entzug der Bonitäts-Bestnote „AAA“ warnte. Die Kreditwächter begründeten dies mit der Gefahr, dass sich die Politiker in Washington nicht auf einen Kurs zur Reduzierung des ausufernden Schuldenberges einigen können.

An den Finanzmärkten schlug die Entscheidung hohe Wellen. Die Börsen beiderseits des Atlantiks gaben nach und auch die asiatischen Aktienmärkte tendierten am Dienstag im Minus.

 „Mehr als zwei Jahre nach Beginn der aktuellen Krise haben sich die US-Politiker noch immer nicht geeinigt, wie sie den finanzpolitischen Abwärtstrend umkehren oder den langfristigen Finanzdruck angehen“, erläuterten die S&P-Analysten. Die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts der Bestnote innerhalb von zwei Jahren bezifferten sie auf mindestens 33 Prozent. Die USA hätten im Vergleich zu anderen Ländern mit der Bestnote „AAA“ - wie Deutschland - sehr hohe Haushaltsdefizite. „Wie diese reduziert werden sollen, ist uns nicht klar.“ Der S&P-Analyst David Beers erklärte, der Graben zwischen den beiden Parteien im Kongress sei noch nie so groß gewesen.

Die Warnung von S&P erhöht den Druck sowohl auf Präsident Barack Obama als auch auf dem Kongress, einen langfristigen Plan zum Schuldenabbau anzugehen. Die US-Regierung antwortete mit scharfer Kritik und sprach von einer „politischen Entscheidung“ der Ratingagentur, die man zurückweise.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

FalseFlag

19.04.2011, 07:42 Uhr

Blabla für das Volk......
Ist ja nichts neues, dass die USA Schulden ohne Ende haben. Die Ratingagenturen sind korrupt, pro USA und machen nur, was sie gesagt bekommen......
Es wird wohl Zeit endlich den GEPLANTEN Crash zu beginnen !
Ein neuer Dollar liegt ja schon fertig parat gedruckt - oder hoffen sie darauf, gleich eine weltweite Währung bringen zu können ? Ist ja schon länger geplant.....
Nur noch elektronisch bezahlen.....
Naja, viele Menschen benutzen ja schon oft eine Scheckkarte zum bezahlen.
So sind die Schafe besser zukontrollieren und zu überwachen....

Max

19.04.2011, 08:17 Uhr

Es braucht doch wirklich keine korrupte Ratingagentur um zu wissen was los ist - ausser für das tumbe Volk.
Ist jetzt der Startschuss gegeben für den geplanten Dollarcrash ?
Kommt dann erst der neu gedruckte Dollar, oder gleich die bargeldlose, weltweite elektronische Version ?
Vielleicht sind die Menschen ja nach dem großen Beben in Amerika nächsten Monat schon bereit dazu ?

Morchel

19.04.2011, 08:38 Uhr

Denke nicht das die US ein Problem mit den chulden Haben sondern ehr damit wie sie gedenken damit umzugehen. Wettregierung und Verschwörungstheorien können so nicht hinhauen, genaugenommen sind wir Regional global nicht in der Lage das hin zu bekommen amen. Wa die Probleme sind das es niemanden zuzutrauen ist eine Verschuldung abzubauen. Wir wissen alle das Viele Staaten es nicht können also geht alles in richtung abwerten, Verluste,Existensvernichtung. Wie da nun geordnet rauskommen, wie.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×