Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2013

02:56 Uhr

Staatsverschuldung

Rettungsschirm-Chef will Zypern schneller helfen

Die Finanzminister der Euro-Zone haben ihre Arbeit an einem Rettungspaket aufgeschoben. Das findet der Chef des Euro-Rettungsschirms falsch. In seiner Begründung blickt er auch skeptisch nach Italien.

Mit dem Schuldenschnitt für Griechenland gerieten die zypriotischen Banken ins Schleudern. dapd

Mit dem Schuldenschnitt für Griechenland gerieten die zypriotischen Banken ins Schleudern.

ParisVon dem hoch verschuldeten Zypern geht nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, eine Gefahr für andere Länder der Euro-Zone aus. Er forderte deshalb in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Figaro" eine rasche Entscheidung über die geplanten Finanzhilfen.

"Wir benötigen eine baldige Entscheidung." Auch von der anstehenden Parlamentswahl in Italien gehe ein Risiko in der Schuldenkrise aus, ergänzte Regling. Die Finanzminister der Euro-Zone haben die Ausarbeitung eines Rettungspaketes auf kommenden Monat verschoben. Sie wollen das Ergebnis der Präsidentenwahl in Zypern abwarten, die am Sonntag mit einer Stichwahl beendet wird.

Zypern ist von der Staatspleite bedroht und braucht dringend Hilfen von rund 17 Milliarden Euro - das entspricht der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Nach dem Schuldenschnitt für Griechenland waren die vergleichsweise überdimensionierten Banken in Zypern in Not geraten.

Bleibt Zypern in der Euro-Zone?

Video: Bleibt Zypern in der Euro-Zone?

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Nach Darstellung des Chefs der Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister, Thomas Wieser, sollen die Hilfen spätestens Ende März fließen. Es sei aber noch zu früh, um zu sagen, wie diese genau aussehen würden, sagte Wieser am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) warnte am gleichen Tag vor einem Zahlungsausfall Zyperns.

S&P Prognose: Risiko eines Zahlungsausfalls Zyperns wächst

S&P Prognose

Risiko eines Zahlungsausfalls Zyperns wächst

Die Ratingagentur Standard & Poor's warnt vor einem Zahlungsausfall Zyperns. Es sei zu befürchten, dass Zypern seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, wenn das Land keine EU-Hilfen erhalte.

Von

rtr

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

hein-tirol

21.02.2013, 03:53 Uhr

Hat S&P jetzt auch Angst um die "Russen-Milliarden"?

VerbrecherEU

21.02.2013, 04:52 Uhr

Wenn von diesem Ministaat Zypern eine Gefahr für den Euro ausgeht, dann ist der Euro ohnehin am Ende.

Wenn Herr Regling ferner meint, er müsse Pleitebanken mit verbrecherischem Geschäftsmodell "helfen", dann setzt er damit zum Schaden der deutschen Steuerzahler nicht nur die Grundregeln der Marktwirtschaft außer Kraft, sondern macht Europa zur Geisel von Verbrechern.

Und wenn er diese "Hilfen" dann noch nicht einmal besichert (z.B. mit den Gasvorkommen), dann ist das der Gipfel der Unverschämtheit und Verantwortungslosigkeit gegenüber denen, denen Herr Regling diese "Hilfsgelder" raubt.

steuerhilfe.net

21.02.2013, 06:45 Uhr

Genau, das dauert alles zu lange, schließlich warten die russische Mafia bzw. die Oligarchen auf ihr gewaschenes Steuerzahlergeld aus Brüssel.

Frei nach der Politbürovorsitzenden Merkel:
Stirbt Zypern, stirbt Europa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×