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15.09.2011

17:54 Uhr

Stahl-Magnat

Gericht verurteilt Ezz zu zehn Jahren Haft

Der einst mächtige Stahl-Industrielle und Günstling des im Februar gestürzten Präsidenten Husni Mubarak Ahmed Ezz ist von einem ägyptischen Gericht zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Ahmed Ezz wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. dpa

Ahmed Ezz wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.

KairoEin Gericht in Kairo hat am Donnerstag den einst mächtigen Stahl-Industriellen Ahmed Ezz zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der Günstling des im Februar gestürzten Präsidenten Husni Mubarak hatte nach Ansicht des Gerichts zusammen mit dem ehemaligen Handelsminister Raschid Mohammed Raschid und einem hohen Beamten aus Raschids Ministerium Lizenzen erworben und verteilt, ohne dafür Gebühren bezahlt zu haben. Dabei seien dem ägyptischen Staat Einnahmen in Höhe von 660 Millionen Pfund (80 Millionen Euro) entgangen.
Raschid, der schon während der Proteste vor dem Mubarak-Sturz ins Ausland geflohen war, wurde in Abwesenheit zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Ministerialbeamte erhielt zehn Jahre. Ezz und der Beamte wurden zudem dazu verurteilt, den verursachten Schaden von 660 Millionen Pfund an den Staat zurückzuzahlen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Ezz war auch ein ranghoher Funktionär der inzwischen aufgelösten Mubarak-Partei NDP. Infolge der Kontrolle über die Lizenzvergaben hatte er vor dem Umsturz praktisch ein Monopol auf die Stahlproduktion in Ägypten. Im Mai hatte er alle Funktionen in der von ihm bis dahin kontrollierten Ezz-Steel-Gruppe niedergelegt.

Von

dpa

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