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27.05.2014

22:38 Uhr

Stationierungspläne

Knapp 10.000 US-Soldaten bleiben in Afghanistan

Sie sollen alles vorbereiten: Knapp 10.000 US-Soldaten sieht Barack Obama vor, um den Abzug aus Afghanistan zu organisieren. Doch der Plan hängt vom afghanischen Präsidenten ab - und dort wird im Juni gewählt.

Geht es nach Obama, werden in den kommenden Monaten noch etwa 10.000 ihrer Kameraden die Stellung halten, 2016 soll der Abzug vollzogen sein: Zwei US-Soldaten in der Region Helmand. dpa

Geht es nach Obama, werden in den kommenden Monaten noch etwa 10.000 ihrer Kameraden die Stellung halten, 2016 soll der Abzug vollzogen sein: Zwei US-Soldaten in der Region Helmand.

WashingtonDie USA wollen nach dem geplanten Ende ihres Afghanistan-Kampfeinsatzes in diesem Jahr zunächst noch 9800 der derzeit rund 32.000 Soldaten im Land lassen. Bis Ende 2016 sollen dann aber so gut wie alle Soldaten abziehen, kündigte Präsident Barack Obama am Dienstag an. Die gelte aber nur dann, wenn Kabul ein entsprechendes Sicherheitsabkommen mit den USA unterzeichnet.

„Dieses Jahr bringen wir Amerikas längsten Krieg zu einem verantwortungsvollen Ende“, sagte Obama am Dienstag in Washington. Er kündigte zugleich für Mittwoch eine außenpolitische Grundsatzrede an, in der vor Soldaten in der Militärakademie West Point die neue Linie der USA aufzeigen will.

Grundsätzlich meinte Obama: „Die Amerikaner haben gelernt, dass es schwieriger ist, einen Krieg zu beenden, als einen anzufangen.“ Nach einem Jahrzehnt Krieg im Irak und in Afghanistan sei es nun an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Zwar sei Afghanistan kein „perfekter Ort“ - die Verantwortung für das Land liege jetzt aber bei den Afghanen.

Die nach 2014 verbleibende US-Truppe solle wie seit längerem bekannt gemeinsam mit Nato-Kräften und anderen Partnern afghanische Sicherheitstruppen ausbilden und den Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida unterstützen, sagte Obama. Ende 2016 solle dann die Truppenpräsenz auf den Schutz der US-Botschaft in Kabul reduziert werden.

Zur Umsetzung dieser Pläne sei jedoch die Unterzeichnung des ausgehandelten Sicherheitsabkommens mit den Land notwendig, betonte der Präsident. Obama hofft, dass es nach der Wahl eines neuen afghanischen Präsidenten im Juni rasch dazu kommt. Es gelte, die über lange Jahre mit vielen Opfern erzielten Fortschritte zu sichern.

Präsident Hamid Karsai weigert sich, ein Sicherheitsabkommen für einen andauernden begrenzten Einsatz der Amerikaner zu unterzeichnen, sondern will das seinem Nachfolger überlassen. Die Präsidentenwahl geht im Juni in die nächste Runde; Karsai konnte sich nicht ein weiteres Mal zur Wahl stellen.

Kommentare (1)

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27.05.2014, 19:24 Uhr

Die Amerikaner haben eine gewisse Tendenz, dort wo sie (dh. ihre Soldaten) einmal waren nicht wieder zu verschwinden - selbst wenn ihnen das nahegelegt wird. Kollaborateure findet man überall (da muß man als Deutscher gar nicht so weit schauen), vor allen in den höheren Positionen, wo man sie extra hierfür hineingehievt hat.

Die Amerikaner bleiben natürlich - wie immer - aus rein humanitären Gründen in Afghanistan, um zu beraten wie die Regierungstruppen mit der Taliban Katz und Maus spielen dürfen - und natürlich brauchen sie hierzu unbedingt "ihren" Luftwaffenstützpunkt Baghram bei Kabul. Das ist der unsinkbare "Flugzeugträger" auf dem Dach der Welt, von dem aus u.a. Awacs-Luft-Fernaufklärer starten, um nach der äußerst gefährlichen Taliban-Luftwaffe Aussschau zu halten, die jederzeit über Sibirien und China auftauchen könnte.

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