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19.05.2015

13:19 Uhr

Stellenausschreibung in Saudi-Arabien

Henker gesucht

Saudi-Arabien hat seit Jahresbeginn schon so viele Menschen hingerichtet wie im gesamten Jahr 2014. Dazu passt eine makabre Stellenanzeige, die das Königreich nun veröffentlicht hat: Gesucht werden acht neue Henker.

In Saudi-Arabien steht auf Vergewaltigung, Mord, Abfallen vom Glauben, bewaffneten Raub und Drogenhandel die Todesstrafe. dpa

In Saudi-Arabien steht auf Vergewaltigung, Mord, Abfallen vom Glauben, bewaffneten Raub und Drogenhandel die Todesstrafe.

RiadDie saudiarabische Regierung sucht per Anzeige acht Henker. Für die Arbeit sei keine besondere Qualifizierung oder Erfahrung nötig, hieß es in einer Stellenausschreibung, die das Sozialministerium am Dienstag veröffentlicht hat. Aufgabe der Henker ist es demnach, zum Tode verurteilte Menschen zu köpfen. Zudem sollen sie verurteilten Dieben Gliedmaßen amputieren.

In Saudi-Arabien, wo Scharia-Recht angewandt wird, hatte sich die Zahl der Hinrichtungen in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. In dem Königreich steht auf Vergewaltigung, Mord, Abfallen vom Glauben, bewaffneten Raub und Drogenhandel die Todesstrafe.

Das ist Saudi-Arabien

Wüstenstaat

Saudi-Arabien ist mit den für Muslime bedeutenden Städten Mekka und Medina die Geburtsstätte des Islam. Seit 1932 wird der Wüstenstaat auf der Arabischen Halbinsel von der Familie Al-Saud als absolute Monarchie geführt.

Wahhabismus

Die Scheichs haben mit dem Wahabismus eine konservative Auslegung des Islams im Land etabliert und vor allem Frauen mit strengen Regeln belegt. So ist Saudi-Arabien das einzige Land der Welt, in dem Frauen nicht Auto fahren dürfen.

Sunniten in der Mehrheit

In dem Land leben nach Angaben der Uno rund 27 Millionen Menschen, ein Drittel von ihnen sind Gastarbeiter. Die Mehrheit der Saudis sind sunnitische Muslime. Im Osten des Landes lebt eine schiitische Minderheit, die jedoch immer wieder Repressalien ausgesetzt ist. Sunniten sprechen ihnen ab, wahre Muslime zu sein.

Große Staatsreserven

Als größter Produzent unter den Erdöl-Staaten (Opec) kann das Königreich einen großen Reichtum vorweisen. Die Staatsreserven werden auf 750 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Seit dem Jahresbeginn wurden bereits 84 Menschen exekutiert. Im Jahr 2014 hatte es insgesamt 87 Hinrichtungen gegeben. Menschenrechtler kritisierten die hohe Zahl der Exekutionen in Saudi-Arabien wiederholt scharf.

Von

afp

Kommentare (7)

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Herr John Doe

19.05.2015, 13:51 Uhr

Das wäre doch der richtige Job für unsere deutschen Politiker, die haben auch keine Skrupel!!! Die verraten und verkaufen sogar ein ganzes Volk!

Herr Marc Otto

19.05.2015, 14:28 Uhr



„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“

Mahatma Gandhi

Frau Annette Bollmohr

19.05.2015, 14:51 Uhr

Die Todesstrafe ist eine ungeheuerliche Anmaßung und gehört in JEDEM Land, das für sich in Anspruch nimmt, auch nur in Ansätzen als zivilisiert zu gelten abgeschafft!!!

Die Menschen haben jedes Recht (und sogar die Pflicht!), sich und andere zu schützen.

Aber nicht so!

Da gibt's genug andere Möglichkeiten.

Habe das übrigens bereits letztes Jahr anlässlich einer Hinrichtung, damals in Oklahoma/USA, gepostet.

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