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08.01.2013

17:54 Uhr

Steuerhinterziehungs-Vorwürfe

Frankreichs Budgetminister gibt sich kämpferisch

VonThomas Hanke

Ausgerechnet der Budgetminister Frankreichs soll sein Geld in der Schweiz vor dem Zugriff des Fiskus in Sicherheit gebracht haben. Doch Cahuzac bestreitet alles. Noch hat er dafür die Rückendeckung der Regierung.

Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac. AFP

Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac.

ParisDie Pariser Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen gegen Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung aufgenommen. Anlass sind seit mehreren Wochen verbreitete Behauptungen des Internet-Magazins Mediapart, Cahuzac habe bis 2010 ein Konto in der Schweiz bei UBS besessen, das er verheimlicht habe.

Cahuzac bestreitet die Angaben und sagte heute, sein Anwalt habe UBS bereits um die Bestätigung gebeten, dass er nie Geschäftsbeziehungen zu der Bank gehabt habe. Über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sei er „hoch erfreut“, weil die Dinge nun endlich aufgeklärt würden.

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Cahuzac hat jedenfalls bislang die Rückendeckung der Regierung. Da Mediapart aber bei seinen Behauptungen bleibt, ist es nach Angaben der Staatsanwaltschaft nun Sache der Behörden, Licht in die Angelegenheit zu bringen.

Cahuzac ist ein brillanter und streitbarer Kopf, der sich in seiner Zeit als Regionalpolitiker mit einem Steuerfahnder anlegte, den er wegen angeblicher Inkompetenz absetzte. Die Beschuldigungen von Mediapart gehen zum Teil auf Aussagen dieses Ex-Beamten zurück. Vor allem aber stützen sie sich auf die Darstellung eines konservativen Politikers, der als Bürgermeisterkandidat vor elf Jahren an Chuzac gescheitert war. Der will ein eigenes Telefongespräch mit Cahuzac mitgeschnitten haben, in dem dieser selber von einem Konto in der Schweiz spreche.

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Frankreichs Haushaltsminister Jérôme Cahuzac. Das Regierungsmitglied steht im Verdacht des Steuerbetrugs. Er soll ein heimliches Konto bei der Schweizer Großbank UBS besessen haben.

Der Minister arbeitete mehrere Jahre als Schönheitschirurg und brachte es in dieser Zeit auf ein ansehnliches Einkommen. In der Regierung ist er als einer der ganz wenigen, die in der privaten Wirtschaft Erfolg hatten, ein bunter Vogel.

Kommentare (5)

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geostratege

08.01.2013, 21:13 Uhr

Zitat aus dem obigen Artikel:
"Mélenchon verteidigte sich mit einem ebenso frappierenden Argument: „Mitterrand (der damalige Staatspräsident) hat uns gesagt: ‚Mit der Währungsunion nageln wir den Deutschen die Hände auf die Tischplatte – ihre Zentralbank wird nie wieder gegen unsere Währung spekulieren.‘“

Kein weiterer Kommentar nötig!!!!!!!!!!!!!!!!

Brasil

08.01.2013, 21:43 Uhr

Aber alle, die das Spiel kennen und entsprechend oeffentlich kommunizieren, werden als Verschwoerungstheoretiker verunglimpft!
Mir tun nur die Deutschen leid, die dieses ganze Spiel kennen, versuchen die Informationen an die Maioritaet des Dummvolkes zu verbreiten, jedoch letztlich mit dieser Maioritaet klaeglich untergehen!
Die Politclowns interessieren solche Wahrheiten nicht!

EUro-Allergiker

09.01.2013, 02:21 Uhr

"Kein weiterer Kommentar nötig!!!!!!!!!!!!!!!!"
@geostratege:
DOCH! Dann wird es mal endlich Zeit, dass wir die Nägel wieder aus der Platte ziehen, damit der angebliche Kohlfreund ordentlich im Grabe rotiert!

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