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18.12.2011

17:07 Uhr

Steuerstreit

USA bieten Schweiz Kompromiss an

Im Streit um Offenlegung von schwarzen Konten sind die USA offenbar zu einem Einlenken bereit. Der angestrebte Deal sieht Straffreiheit für die schweizerischen Banken vor, die Amerikanern illegale Steuervorteile sichern.

Im Streit mit den USA sieht sich die Schweiz mit einem neuen Angebot konfrontiert. dpa

Im Streit mit den USA sieht sich die Schweiz mit einem neuen Angebot konfrontiert.

ZürichDie USA haben einem Medienbericht zufolge elf Schweizer Banken ein Abkommen im Steuerstreit unterbreitet. Im Gegenzug für die Offenlegung aller Details ihrer US-Offshore-Geschäfte an die amerikanische Regierung bliebe den Finanzinstituten eine strafrechtliche Verfolgung erspart, meldete die „SonntagsZeitung“. Jeder einzelnen der elf Banken werde ein Angebot offeriert. Es sei wahrscheinlich, dass diese den US-Vorschlag akzeptierten. Es gehe unter anderem darum, die Namen der Banker zu veröffentlichen, die die Offshore-Geschäfte abwickelten. Bis Dienstag hätten die Institute Zeit, die Bedingungen zu akzeptieren. Die Einigung werde dem Deal ähneln, dem die UBS 2009 zugestimmt habe. Damals zahlte das Geldhaus 780 Millionen Dollar und gab Informationen von rund 4450 Kunden preis.

US-Behörden verdächtigen Schweizer Banken seit längerem, reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Zahlreiche Schweizer Banker und ihre Kunden wurden bereits angeklagt. Gegen rund elf Institute läuft inzwischen eine strafrechtliche Untersuchung. Dazu gehören neben Credit Suisse auch HSBC, der Vermögensverwalter Julius Bär, die Privatbank Wegelin sowie die Basler Kantonalbank.

Credit Suisse wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern. Julius Baer war nicht erreichbar.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

18.12.2011, 17:24 Uhr

Wie u.a. das Handelsblatt berichtete, flossen 200 Milliarden Euro Privatgelder von griechischen Privatkonten in die Schweiz (also ein Betrag in der Größenordnung des gesamten EU-Hilfspaketes für GR). Statt wegen dieser lächerlichen Zinsangelegenheit bzgl. unseres Bundespräsidenten herumzukrakeelen sollten unsere Politiker und Journalisten sich mal ein Beispiel an der Vorgehensweise der USA nehmen.
Ja, Fau Nahles, Herr Steinbrück, Herr Gabriel, Herr Trittin, Vorbild USA, Sie lesen richtig.
Aber viel einfacher ist es natürlich, dem willfährigen deutschen Steuerbürger mit Eurobonds u.ä. das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Alfred_Neumann

18.12.2011, 21:02 Uhr

Die Bank verkauft ihre Kunden - welch ein lamentables Schaupiel !

whisky

18.12.2011, 22:21 Uhr

Nicht vergessen. Diese Kunden sind Steuerhinterzieher. Also Betrüger.

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