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02.05.2014

18:28 Uhr

Steuerstreit

USA und Schweiz nähern sich wieder an

Über Jahre haben sich die Finanzminister aus den USA und der Schweiz gestritten wie die Kesselflicker – nun kommt wieder Bewegung in den Steuerstreit. Noch ermitteln US-Behörden gegen eine Reihe Schweizer Banken.

US-Justizminister Eric Holder: Die Schweizer Banken hatten bereits wiederholt auf ein Lösung gehofft, die sich immer wieder verzögerte. dpa

US-Justizminister Eric Holder: Die Schweizer Banken hatten bereits wiederholt auf ein Lösung gehofft, die sich immer wieder verzögerte.

Zürich/WashingtonIn den langjährigen Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA kommt Bewegung. Die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf trifft am heutigen Freitag den US-Justizminister Eric Holder in Washington, wie ein Sprecher in Bern bestätigte. Die Minister wollten dabei über den Steuerstreit sprechen. Die Schweiz wolle sicherstellen, dass die eigenen Banken fair und gleich wie die Institute anderer Länder behandelt würden, erklärte der Sprecher weiter.

Eine mit der Sache vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die US-Staatsanwälte hätten darauf gedrängt, dass die Credit Suisse als Teil einer Lösung auf schuldig plädiert. Im April hätten sich Vertreter des US-Justizministeriums und der US-Aufsichtsbehörden getroffen, um sicherzustellen, dass ein Schuldeingeständnis die Fähigkeit der Bank, in den USA Geschäfte zu betreiben, nicht lähme, erklärte der Insider.

Das amerikanische Justizministerium ermittelt seit 2011 gegen gut ein Dutzend Schweizer Banken, darunter Credit Suisse und Julius Bär, wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Den Banken drohen empfindliche Geldbußen. Allein die Credit Suisse hat für eine mögliche Strafe 895 Millionen Franken beiseite gelegt. Viele Experten gehen davon aus, dass die zweitgrößte Schweizer Bank einem Ende der Auseinandersetzung am nächsten ist. Sie hat den US-Behörden bereits mehr als 500.000 Dokumente zu Verfügung gestellt, hochrangige Bankmanager haben vor einem Untersuchungsausschuss des US-Senats ausgesagt.

Die Schweizer Banken hatten bereits wiederholt auf ein Lösung gehofft, die sich immer wieder verzögerte. Die Credit-Suisse-Spitze erklärte in ihren am Freitag veröffentlichten Bericht zum ersten Quartal, die Ermittlungen des US-Justizministeriums zu Steuer-Angelegenheiten dauerten an. „Die Bank setzt alles daran, zu einer Lösung zu kommen. Die Dauer und das Ergebnis dieser Untersuchung können wir jedoch nicht abschätzen“, hieß es im Quartalsbericht. Darüber hinaus wollte sich ein Konzernsprecher nicht äußern.

Entspannt kann derweil der Erzrivale UBS die Entwicklung beobachten. Die größte Schweizer Bank hatte 2009 mit der Zahlung eine Strafe von 780 Millionen Dollar einen Schlussstrich unter das Thema gezogen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

02.05.2014, 18:30 Uhr

"Saarlands-CDU-Kramp-Karrenbauer hält AfD für „hart an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit"

Die Schweiz hat sich für strenge Quoten zur Einwanderung ausgesprochen, die AfD setzt sich für Einwanderung nach dem Vorbild Kanadas ein.

---> Frau CDU-Kramp-Karrenbauer warum wird gleich Gift und Galle gespuckt in Deutschland, wenn man die EInwanderung sinnvoll regulieren will ? Warum solche Formulierung wie "Fremdenfeindlichkeit" von der weder in der Schweiz noch von Seiten der AfD die Rede sein kann. Regulieren ja aber ohne Schaum vorm Mund Frau CDU-Kramp-Karrenbauer !!

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Die Bundesregierung und auch der "Wahl-O-Mat" sind auf dem Auge "Links-Extremismus" blind. Sie stehen unter Biotop-Schutz und werden gebraucht auf den "Aufstands-Plätzen" Europas, wo sie für "Demokratie" kämpfen immer schwarz vermummt ... erst in Kairo, dann Kiew, gestern Istanbul usw

Account gelöscht!

02.05.2014, 18:31 Uhr

Hallo Herr xxxxxxxxxxx,

heute habe ich meine Stimme im Einwohnermeldeamt xxxxxxxxxxx abgegeben. Das sollte man tun und PERSÖNLICH seinen Stimmzettel (unten alternativ angekreuzt) einwerfen.

Mir fiel auf, dass ein angebundener "weicher Bleistift CASTELL" in der Wahlkabine auslag. Als ich nachfragte bei den Frauen vom Bürgerbüro wurde mir gesagt, das habe der Wahlleiter PERSÖNLICH so angeordnet, dass nur ein BLEISTIFT ausgelegt wird. Es werden also möglichst viele "Bleistift-Kreuze" erhofft ??

Ich kreuzte trotzdem mit Kugelschreiber an.

Ich finde, man sollte eine "Kampagne gegen Bleistifte in Wahlkabinenen" (ggf. bundesweit ?) machen, damit der Stimmzettel unfälschbar ist, jedenfalls kann man das Kreuz dann nicht wegradieren, maximal ungültig machen durch weitere Kreuze. Beim Bürger würde das gut ankommen, denn alternativ steht doch für Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Mit freunlichem Gruss !

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WER IST DAFÜR, DASS BLEISTIFTE IN WAHLKABINEN VERBOTEN WERDEN ??

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