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08.01.2005

10:09 Uhr

Strafmaß noch nicht entschieden

US-Soldat nach Iraker-Misshandlung verurteilt

Ein US-Soldat, der einen Iraker zum Sprung in den Tigris gezwungen hatte, ist wegen Körperverletzung verurteilt worden. Laut Zeugenaussagen war der Mann ums Leben gekommen.

HB BERLIN. Ein US-Militärgericht in Texas hat einen Oberfeldwebel der US-Armee wegen Körperverletzung verurteilt. Er hatte einen Iraker zu einem Sprung in den Fluss Tigris gezwungen, wie Ermittlungen ergaben. Vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung wurde Tracy Perkins jedoch am Freitag freigesprochen.

Der Vorfall ereignete sich im Januar. Der Iraker ertrank laut Aussagen seines Cousins im kalten Fluss. Der Verwandte des Opfers hatte ausgesagt, US-Soldaten hätten ihn und den Vetter mit vorgehaltener Waffe gezwungen, von einer Brücke zu springen. Marwan Fadel Hassun hatte vor dem Militärgericht in Fort Hood als Zeuge berichtete, wie er sich an Land gerettet und versucht habe, den 19-Jährigen an der Hand festzuhalten. Dieser sei ihm jedoch entglitten und im Wasser versunken.

Das Gericht befand Perkins auch im Fall des überlebenden Cousins für schuldig. Über das Strafmaß wurde am Freitag noch nicht entschieden.

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