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28.10.2015

08:06 Uhr

Strategiewechsel im Syrien-Konflikt

USA erwägen Einsatz von Bodentruppen

Die USA schwenken offenbar auf einen neuen Kurs im Krieg gegen die Terrormiliz IS ein. Plötzlich wird über einen Einsatz von Bodentruppen gesprochen, auch die Rolle des Iran bei der Konfliktlösung wird neu definiert.

Der US-Verteidigungsminister schließt den Einsatz von Bodentruppen gegen den IS offenbar nicht mehr aus. AFP

Ashton Carter

Der US-Verteidigungsminister schließt den Einsatz von Bodentruppen gegen den IS offenbar nicht mehr aus.

Damaskus/WashingtonIm Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak haben die USA einen möglichen Kurswechsel angedeutet. Grundsätzlich zeigte sich Verteidigungsminister Ashton Carter nun auch zu begrenzten bewaffneten Einsätzen am Boden bereit.

Carters Worte in einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des Senats ließen am Dienstag aufhorchen: Die USA würden nicht davor zurückschrecken, Verbündete bei Attacken gegen den IS zu unterstützen oder solche Einsätze selbst auszuführen, sagte er – „ob durch Angriffe aus der Luft oder direkte Handlungen am Boden“. Die US-Streitkräfte fliegen an der Spitze einer Koalition Luftangriffe gegen die Dschihadisten, der Einsatz von Bodentruppen stand bislang aber nicht zur Debatte.

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Auch ihre bisherige Haltung zum Iran und dessen Beteiligung an neuen Gesprächen zum Syrien-Konflikt scheint die US-Regierung zu überdenken. „Wir gehen davon aus, dass der Iran zum bevorstehenden Treffen in Wien eingeladen wird“, sagte ein Sprecher des State Departments am Dienstag. „Ob sie (die Iraner) erscheinen, hängt von der iranischen Führung ab.“

Bei dem Dialog am Freitag in Wien gehe es darum, wie ein politischer Übergang in Damaskus gelingen könne, sagte der Sprecher. Demnach sollen die Vertreter von etwa einem Dutzend Ländern an dem Treffen teilnehmen. Da der Iran neben Russland einer der engsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ist, den die USA wiederum zum Abtritt zwingen wollen, hatte Washington eine Teilnahme der Islamischen Republik an den Krisengesprächen bislang ausgeschlossen.

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