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17.05.2011

14:56 Uhr

Strauss-Kahn-Nachfolge

Geschacher um IWF-Chefposten kommt auf Touren

ExklusivAckermann, Steinbrück, Lagarde - oder doch ein Türke? Die Debatte um die Strauss-Kahn-Nachfolge ist in vollem Gange. Der IWF-Chef ist noch nicht einmal angeklagt, da werden schon die ersten Kandidaten verschlissen.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit Kanzlerin Angela Merkel: Kandidat der Bundesregierung? Quelle: ap

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit Kanzlerin Angela Merkel: Kandidat der Bundesregierung?

Frankfurt/BrüsselDeutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zählt zu den Kandidaten für die Nachfolge des inhaftierten IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn. Die "Bild"-Zeitung berichtete am Dienstag ohne Angaben von Quellen, die Bundesregierung halte Ausschau nach möglichen deutschen Kandidaten für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und dabei werde auch Ackermanns Name genannt. Im Gespräch sei zudem Thomas Mirow, Chef der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD).

Die Deutsche Bank wollte sich zur Sache nicht äußern. Ein kurzfristiger Wechsel Ackermanns zum IWF dürfte allerdings schwierig sein. Sein Vertrag an der Spitze von Deutschlands größtem Geldhaus läuft noch bis 2013, die Nachfolgefrage ist hier noch nicht geklärt. Als Kronprinzen galten bislang Chef-Investmentbanker Anshu Jain und Risikovorstand Hugo Bänziger. Doch auch der frühere Bundesbank-Chef Axel Weber wird inzwischen als Kandidat bei der Deutschen Bank gehandelt.

IWF-Chef Strauss-Kahn wird vorgeworfen, in einem New Yorker Hotel versucht zu haben, ein Zimmermädchen zu vergewaltigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, erneut einen Europäer als Nachfolger ins Auge zu fassen, falls es zur Ablösung des Franzosen kommen sollte. Als Kandidatin gehandelt wird beispielsweise die französische Finanzministerin Christine Lagarde. Gute Chancen eingeräumt werden aber auch dem türkischen Ökonomen und Politiker Kemal Dervis, zurzeit Vizepräsident der Washingtoner Denkfabrik Brookings Institution oder dem südafrikanischen Finanzexperten und Chef der Nationalen Planungskommission Trevor Manuel.

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzende des Bundestagsfinanzausschusses, Volker Wissing, warnte angesichts der Inhaftierung Strauss-Kahns vor den Folgen eines Machtvakuums an der Spitze des Finanzinstitution. „Eine Hängepartie darf sich der IWF nicht leisten, wir brauchen klare Verhältnisse“, sagte Wissing Handelsblatt Online. Es sei Eile geboten, da der IWF in der gegenwärtigen Schuldenkrise einiger europäischer Staaten „voll handlungs- und entscheidungsfähig“ sein müsse. Die jetzige Situation sei für alle Beteiligten nicht einfach. Dennoch, so Wissing: „Herr Strauss-Kahn muss sich äußern und erklären, wie es weitergehen soll.“

Kommentare (4)

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17.05.2011, 11:39 Uhr

Dann kann man den IWF doch gleich zu einer Außenstlle der FED machen.

Helmut

17.05.2011, 12:01 Uhr

Warum nicht ?
Dieser Fatzke ist schön korrupt und verlogen, ideal für so einen Posten....

commonman

17.05.2011, 12:14 Uhr

isser doch schon.

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